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Leserbriefe


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zu Seite 1932 


          Seite 3709          

Der Reichtags-Stürmer
31.08.20
Seite 964

 

Der Wind wehte, als Polizeiobermeister John Steele langsam das Visier seines Helmes schloss. „Dies ist es, Männer. Es geht hier um nichts geringeres als unsere starke Demokratie. Kein Zurückweichen!“ „Es war mir eine Ehre, John. Wir sehen uns auf der anderen Seite.“
Wachtmeister Klaus blinzelte eine Träne weg. Die wilde Meute aus Reichsbürgern, Heilpraktikern und yogischen Fliegern erstreckte sich bis zum Horizont. Es mussten Hunderttausende sein, und Hass und Entschlossenheit lag auf dem Gesicht jedes einzelnen. Seine Hand am Schlagstock verkrampfte sich. Der letzte Sonnenstrahl erlosch, und er spürte die plötzliche Kälte auf seinem Gesicht. Dann richtete er sich mit einem Ruck auf und schob sein Kinn vor. „Für die Demokratie! Bei Gott, für die Demokratie!“

 

+++EILMELDUNG+++
31.08.20
Seite 972

 

+++Da bei den Protesten in Belarus weder auf Mindestabstand noch auf Mundnasenschutz geachtet wird, haben WHO, EU und Nato beschlossen, Belarus aufzulösen+++Lukaschenko wird sich in Den Haag wegen versuchten Völkermordes zu verantworten haben+++Mit abstrusen Verschwörungstheorien wie "es war ja gar nicht meine Demo, es war Soros seine" reitet er sich immer weiter in Widersprüche hinein+++

 

Gesichter
31.08.20
Seite 972

 

Ungebundenes am Montag

Es stimmt,
der Penis
ist bloß ein Konstrukt.
Aber ein großes.

 

Besetzer
31.08.20
Seite 972

 

Würd gern mehr schreiben, aber ich sitze noch immer auf dem Bundespräsidenten.

 

Poeta nocturnus
31.08.20
Seite 972

 

Unter Roten (III): Finale in der Charrie.

Der Morgen kam, der Chefarzt auch,
als just man Geiseln nahm vom Schlauch.
"Ach!", sprach der Chefarzt schwer bedrückt,
"der Schwule hat ihn totgefickt."

Der Chefarzt ging, der Pfarrer kam,
das letzte Öl troff feucht und warm,
die Schwestern standen still und stumm,
das Virus lacht' sich schief und krumm.

Und die Moral von der Geschicht:
Nehmt Ärzten ihren Glauben nicht.

 

ZZ_Leser
31.08.20
Seite 972

 

Nachtrag: Und weil ich so erleichtert bin, haue ich jetzt erst mal eine Spende raus. Langsam wird's teuer. Aber wat mutt, dat mutt.:-)

 

ZZ_Leser
31.08.20
Seite 972

 

Ich war ja gespannt, ob es nach den wochenendlichen Ereignissen (Erstürmung des Reichstags, Bundesverdienstkreuz für die heldenhaften Verteidiger des "Herzens unserer Demokratie") die ZellerZeitung überhaupt noch gibt.
Nicht etwa, weil ich glaubte, dass die ZZ verboten wäre wie so Vieles und so Viele in diesen wirren Tagen und Wochen, sondern weil ich befürchtete, dass statt der ZellerZeitung hier nun ein Schild aushängt, auf dem steht: "Leute, ich kann nicht mehr. Realsatire toppt Satire. Ich gebe mich geschlagen. Ich habe fertig. Das ist mein Ende. Tschüß Freunde. Ich liebe Euch alle."

Deswegen bin ich jetzt doch einigermaßen erleichtert, dass es die ZZ immer noch gibt. Es ist zwar unmöglich, in diesem Land die Realsatire durch Satire zu toppen, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein. Es lebe die ZZ!

 

Ghostwriter
31.08.20
Seite 972

 

Es wird sich erweisen, dass es sich bei dem "Krokodil" in der Unstrut um einen ausgewachsenen Wels handelt.
Wenn er denn einem Angler an den Haken geht,

 

Old white man
31.08.20
Seite 972

 

Tagesschauder/c.roth: Die mit der Israelfahne bei der Kundgebung im Reichshauptslum - das waren islamophobe Araberhasser.

 

Gretas 12. Jünger
31.08.20
Seite 972

 

Ehrenkanzlerin? Angela Merkel soll lieber die Tagespflege vom dementen Joe Biden übernehmen, da kann sie zum ersten Mal seit Jahrzehnten einer nützlichen Tätigkeit nachgehen.

 

          Seite 3709          




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Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
16. Oktober 2026

Sondierungen mit Fortschritt: Berlin einigt sich auf Zinsverbot
Die Verhandlungen laufen wieder auf mittleren Touren, so dass wichtige Einigungen greifbar werden. Die Zinslast, unter der das Land Berlin und damit alle Berliner ächzen, soll abgeschafft werden, desweiteren wird ein Verbot von Racial Profiling bei Steuerprüfungen in Angriff genommen. «Die Steuerprüfenden müssen die Beweislast erbringen, dass sie nicht aus rassistischen Motiven die Steuerprüfung ansetzen», heißt es von der Berliner CDU, die den Vorschlag unterstützt.

SPD: Bärbel Bas hat alle krassen Äußerungen des Kanzlers gegenüber normalen Menschen empathisch auf sich bezogen
Welche Äußerungen sollen es denn gewesen sein? Mit dieser unmenschlichen Frage wird die SPD jetzt konfrontiert, nachdem sie sich in Bärbel Bas eingefühlt hat. Darauf kommt nun die klare Kante in Form gefühlvoller Sympathie. Denn die Arbeitsministerin hat all das, was Friedrich Merz den normalen Bürgern an den Kopf geworfen hat, so erlebt, als ginge es gegen sie persönlich, was es somit auch tat. Nicht einmal eine Autogrammkarte des Kanzlers hat sie dafür bekommen, wird Lars Klingbeil aus seinem Umfeld zitiert.


Entwicklungshilfeministerium bewilligt 800 Millionen Euro für die Förderung der Stolpersteine für Herero und Nama in Namibia
Auf Antrag des Bundeskanzlers wird aus dem Sondervermögen für besondere Angelegenheiten die Initiative zum Denken an die Opfer des Antihereroismus in Namibia gefördert, die ein Konzept für Stolpersteine vorgelegt hat. «Obwohl ich nicht Reichskanzler bin, sehe ich unsere Verantwortung für die Taten des Deutschen Reiches, die uns die Lehren für Gerechtigkeit auferlegen», so Friedrich Merz in der ZZ-Bundespressekonferenz. «Das Geld fehlt übrigens woanders nicht», stellte er klar.

Angela Merkel ist viel besser, als wir verdienen
Länder rühmen sich gern damit, die Regierung zu haben, die sie verdienen. Das mag auf Länder zutreffen, die nicht von Angela Merkel regiert werden. Als Kanzlerin hat sie uns davor bewahrt, den Lack der Zivilisation abzustreifen und in unser barbarisches Wesen zurückzufallen. Dafür hatte sie ein Teil der Bevölkerung gewählt und die gesamte Medienwelt bewundert. Sollte sie Bundespräsidentin werden, wäre dies ein völlig unverdientes Glück, dessen oder dem wir uns würdig erweisen müssen, sofern wir das schaffen.

Wolfram Weimer mit klarem Bekenntnis zu Kultur: Fördermittel werden umgestellt auf Bezugsscheine für Lebensmittel und Heizstoffe
Um in Zeiten knapper Kassen die Kultur zu sichern, braucht es klare Fördermittel. Diese sollen künftig weniger kapitalbezogen ausgeschüttet werden, sondern in Form dringend benötigter Naturalien. «Damit ist sichergestellt, dass die richtigen Kulturschaffenden freie Bedingungen haben, das betrifft auch das Catering zum Beispiel auf Buchmessen», so der Kulturstaatsminister im Gespräch mit Jan Böhmermann.

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