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zu Seite 1914 


          Seite 4418          

Karl Arsch, spigl-Chefdings
22.12.18
Seite 695

 

Wir können nicht sagen, was ist.
Die Wirklichkeit passt nicht in unser Konzept.

 

Samson Tschebli
22.12.18
Seite 695

 

WeLT: "Der ehemalige „Spiegel“-Reporter Claas Relotius soll zahlreiche seiner Texte gefälscht und manipuliert haben. Nun vermeldet der „Spiegel“, dass Relotius offenbar auch zu Spenden aufrief - die er möglicherweise veruntreut haben könnte. So haben Leser dem „Spiegel“ mitgeteilt, dass Relotius von seinem privaten E-Mailkonto ihnen Spendenaufrufe geschickt habe. Diese beziehen sich auf eine seiner Geschichten, die von syrischen Waisenkindern in der Türkei handelte. Das Geld sollte auf sein Privatkonto überwiesen werden. Wie sich mittlerweile herausstellte, war die Geschichte zu großen Teilen erfunden. Wieviele Gelder auf sein Konto überwiesen wurden und was mit dem Geld geschah ist unklar."

Er hat mir immer wieder eine Rolex davon spendiert. Sagen, was ist! Danke, Claas!

 

Vorschlag...
22.12.18
Seite 695

 

Natürlich meinte ich nicht "Gesinnung", sondern "Haltung". Die ist ja viel moderner. Haltung wäre ünrigens auch ein tolles Wort oder Unwort des Jahres!

 

Vorschlaghammer
22.12.18
Seite 695

 

Ich schlage Claas Relotius für den Literatur-Nobelpreis vor, weil es dabei nicht auf die Wahrheit ankommt, sondern nur auf andere Dinge, z.B. auf die richtige linksgrüne Gesinnung. Und die beherrscht der Claas ja aus dem Effeff, wenn das stimmt, was man liest.

Für das Wort des Jahres schlage ich "Feine Sahne Fischfilet" vor, obwohl die wegen ihrer großartigen Texte und ihrer vorbildlichen Gesinnung natürlich auch den Literatur-Nobelpreis verdient hätten. Vielleicht sogar noch mehr als Bob Dylan damals.

 

Schnaps
22.12.18
Seite 695

 

Meine Wenigkeit war heute in der hiesigen Innenstadt unterwegs, und was musste ich da in einer guten Ladengegend auf einem aufwendig gestalteten Ladenschild lesen? "Penisverlängerungen". Da dachte ich, mein Gott, die machen diese Behandlung mittlerweile schon ambulant. Doch wie ich dann aus übergeordnetem Interesse das dazugehörige Preisschild studieren wollte, dazu meine Brille zückte, musste ich natürlich feststellen, das mich meine brillenlosen Augen wieder mal in die Irre geführt hatten, denn tatsächlich stand da: "Wimpernverlängerungen". Nun ja, ist letztlich das Gleiche, bloß für Frauen. Und wahrscheinlich viel billiger.

 

Rainer Hoffmann
22.12.18
Seite 695

 

"Das ist geschenkte Zeit, über die wir uns freuen sollten." Auch in Dunkeldeutschland, ja?

Antwort:
Gerade; damit die Wut nachlässt.

 

Chebli, prollblöd
22.12.18
Seite 695

 

@FrauRottmann:
Nee, is klar, hab auch erst gedacht, grüner Afghane, das ist ein bunter Hund, aber der Typ vom Kotti, Muhammad Atta Hussein, hat mir versichert, der Stoff sei absolut gesund, echt bio, gendergerecht angebaut, co2-frei und erfüllt jede Dieselnorm. Wenn man's genommen hat, schreibt man echt geile Tweets, Sie haben sicher schon welche von mir gelesen.
Das Zeug törnt so sehr an, dass die Rolex stehen bleibt.
Kann mir jemand sagen, wie spät es ist?

 

PressMeNot
22.12.18
Seite 695

 

Spieglein Spieglein an der Wand,
über welches Stumpfgeschütz höhnt nun das ganze Land?
Spiegel, Spiegel an der Ericusspitze
jetzt das Ziel verdienter Witze,
wenn's an eure Kohle geht,
wird Wahrheit gern vom Winde verweht.
Stoppen eure Druckpressen bald das rotieren
- dann kommt's zurecht vom eifrig relotieren.

 

PressMeNot
22.12.18
Seite 695

 

Spieglein Spieglein an der Wand,
über welches Stumpfgeschütz höhnt nun das ganze Land?
Spiegel, Spiegel an der Ericusspitze
jetzt das Ziel verdienter Witze,
wenn's an eure Kohle geht,
wird Wahrheit gern vom Winde verweht.
Stoppen eure Druckpressen bald das rotieren
- dann kommt's zurecht vom eifrig relotieren.

 

Oderix
22.12.18
Seite 695

 

Dieser Relotius, war das nun der Zuhälter oder die Hure, oder?

Antwort:
Fester Freier.

 

          Seite 4418          




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Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
4. September 2026

Örtlicher Typ fragt sich, ob es Nachrichten gibt, die er nicht erfährt
Zwar hält er sich für gut informiert, weil der örtliche Typ Radio und Fernsehen sowie Zeitungen heranzieht. Dennoch befallen ihn Zweifel, ob es etwas geben könnte, was er nicht erfährt. «Gerade die Vielfalt der Medien ist es, was die Möglichkeit der Lücke aufkommen lässt», so befindet er im ZZ-Gespräch. Indes: «Viele Nachrichten werden es nicht sein, die nicht abgedeckt werden», schätzt er.

Didi Hallervorden bedauert, dass er nicht zwanzig Jahre älter ist, so dass er noch in der Weimarer Zeit Wahlkampfauftritte gegen die Nazi-Faschisten gemacht hätte
Comedy ist nichts als Timing, diese Regel beherzigen alle, die dazu die Gelegenheit haben. Didi Hallervordens mutige Auftritte wären in den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern des letzten Jahrhunderts effektvoller gewesen, so dass die Gefahr einer Geschichtswiederholung gebannt wäre. «Der Fluch der späten Geburt darf nicht als Ausrede gelten, jetzt untätig zu sein», erklärt der Kult-Nonstopnonsenser gegenüber der ZZ.

Den Denkzettel müssen die Wähler vor der Wahl kriegen
Denkzettelwahlen sind das gute Recht der Wähler, aber sie müssen begreifen lernen, dass der Denkzettel auf sie zurückwirkt. Darum ist es das Beste für alle, wenn den Wählern der Denkzettel schon vorab erteilt wird. Nur so können sie sich über die realen Folgen ihrer Entscheidung ein Bild machen. Warnungen und Mahnungen reichen eben schon nicht mehr.

Journalistische Herausforderung: Wie differenziert man, wenn 56 Prozent der Wähler keine zurückgebliebenen Abgehängten sind?
Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, diesen Auftakt macht die journalistische Sorgfaltspflicht beim Sichern der Qualität. Wer Haltung im Gepäck hat, muss Gesicht zeigen, und das in Richtungen, wo es wehtut. Die Gefahr kommt von da, wo sie lauert. Was das für die Stabilität der Gesellschaft bedeutet, liegt beim Bundespräsidenten, der zuverlässig die richtigen Worte aus dem Fundus greift.

MDR mit Rekord bei Einschaltquoten
Der MDR kann sich über Rekordquoten bei Einschaltenden freuen und tut es natürlich auch. Alle wollen noch mal MDR gucken oder hören, besonders die Sendungen aus Sachsen-Anhalt. «Die Abkürzung von SA für Sachsen-Anhalt dürfte absichtlich gewählt worden sein», sagt der Landesfunkhauschef gegenüber der ZZ.

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