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Robbi Habecks Worte haben ja nicht lang gehalten, die mussten von den Notfallchirurg*innen der Grünen entfernt werden, und dafür kam folgende Mitteilung (im Wortlaut):
Liebe Leute, wir haben @RobertHabecks Aufruf vom Netz genommen, weil viele ihn falsch verstanden haben: Nein, wir reden THÜ nicht schlecht. Auch Robert tut's nicht. Wie blöd wären wir denn – nach gut 4J. #r2g?! #Thüringen soll einfach noch grüner & ökologischer werden. That's it
Da hätte ich jetzt eine Frage dazu: Robbi Habeck ist doch Schriftsteller. Warum kann der sich nicht so ausdrücken, dass man ihn richtig versteht? Und das in einer schriftlichen Mitteilung? Da stimmt doch was nicht. Hat vielleicht der Ghostwriter den Text geschrieben?
So könnte es gewesen sein. Oder es war so: Robbi schreibt ja seine Bücher zusammen mit seiner Frau, und die war gerade weg, so dass Robbi allein zu Haus war und den ganzen Text alleine schreiben musste. Völlig ohne Hilfe. Das kann schon mal in die Hose gehen, wenn man's nicht gewohnt ist.
Ja, so wird's gewesen sein. Der Ghostwriter ist schließlich Vollprofi, dem hätte das überhaupt nicht passieren können.
"Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land." Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf: Wählt nicht die Grünen. Dann klappt das hervorragend mit Demokratie, Freiheit, und Naturschutz! Sie schaffen das!
@Kleines Ferkel, lenken sie jetzt nischt ab, junger Mann.
Ach Gottchen, is datt goldisch:
Isch sitz anner Elbe und der Mississippi-Dampfer fährt grad vorbei. Da schteht der Kapitän Reisch. Ein Mann aus Bangladesch legt seinen Kopf an Reischs Schulter und weint. Auch der Reisch weint jetzt, einen kurzen Moment lang, dann wischt er sich übers Jesicht und schtartet den Motor. Nu muss ich auch heulen.
@Kleines Ferkel, sie sau! isch würt da jetz noch mehr datsu sagn wolln, aber isch halt misch in diesm Hohnhaus zurük. Vier könn' auch vor de Tür gehn un datt klärn.
Liebe Clubmitglieder der Grüninnen und Grünen, heute unbedingt das Flagschiff unseres Club-TV, die "Tagesschau", schauen. Interessante Moralthemen warten auf Euch:
- Brexit: Briten fliehen aus GB ins gelobte Grüne Reich
- Papst fordert Regierungschefs zur Flüchtlingsaufnahme auf
- Scholz warnt vor Flaute: Steuern nicht senkbar
- Barley gegen schärfere Abschiebungsregeln
-Jede siebte Frau ist Hauptverdienerin
- Wintereinbruch: Die traurige Bilanz: zwei Tote
- in eigener Sache: 11,2 Mio Zuschauer haben unser Club-TV gesehen. Ein voller Erfolg.
Und das beste: Euer Club-TV wird von der Allgemeinheit finanziert. Wir entschuldigen uns heute, da wir keine Meldung über das nahe Ende von Trump und keine antisemitische Meldung aus Israel im Programm haben. Das kommt demnächst wieder in Ihrem Club-TV!
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
4. September 2026
Örtlicher Typ fragt sich, ob es Nachrichten gibt, die er nicht erfährt
Zwar hält er sich für gut informiert, weil der örtliche Typ Radio und Fernsehen sowie Zeitungen heranzieht. Dennoch befallen ihn Zweifel, ob es etwas geben könnte, was er nicht erfährt. «Gerade die Vielfalt der Medien ist es, was die Möglichkeit der Lücke aufkommen lässt», so befindet er im ZZ-Gespräch. Indes: «Viele Nachrichten werden es nicht sein, die nicht abgedeckt werden», schätzt er.
Didi Hallervorden bedauert, dass er nicht zwanzig Jahre älter ist, so dass er noch in der Weimarer Zeit Wahlkampfauftritte gegen die Nazi-Faschisten gemacht hätte
Comedy ist nichts als Timing, diese Regel beherzigen alle, die dazu die Gelegenheit haben. Didi Hallervordens mutige Auftritte wären in den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern des letzten Jahrhunderts effektvoller gewesen, so dass die Gefahr einer Geschichtswiederholung gebannt wäre. «Der Fluch der späten Geburt darf nicht als Ausrede gelten, jetzt untätig zu sein», erklärt der Kult-Nonstopnonsenser gegenüber der ZZ.
Den Denkzettel müssen die Wähler vor der Wahl kriegen
Denkzettelwahlen sind das gute Recht der Wähler, aber sie müssen begreifen lernen, dass der Denkzettel auf sie zurückwirkt. Darum ist es das Beste für alle, wenn den Wählern der Denkzettel schon vorab erteilt wird. Nur so können sie sich über die realen Folgen ihrer Entscheidung ein Bild machen. Warnungen und Mahnungen reichen eben schon nicht mehr.
Journalistische Herausforderung: Wie differenziert man, wenn 56 Prozent der Wähler keine zurückgebliebenen Abgehängten sind?
Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, diesen Auftakt macht die journalistische Sorgfaltspflicht beim Sichern der Qualität. Wer Haltung im Gepäck hat, muss Gesicht zeigen, und das in Richtungen, wo es wehtut. Die Gefahr kommt von da, wo sie lauert. Was das für die Stabilität der Gesellschaft bedeutet, liegt beim Bundespräsidenten, der zuverlässig die richtigen Worte aus dem Fundus greift.
MDR mit Rekord bei Einschaltquoten
Der MDR kann sich über Rekordquoten bei Einschaltenden freuen und tut es natürlich auch. Alle wollen noch mal MDR gucken oder hören, besonders die Sendungen aus Sachsen-Anhalt. «Die Abkürzung von SA für Sachsen-Anhalt dürfte absichtlich gewählt worden sein», sagt der Landesfunkhauschef gegenüber der ZZ.