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Das perfekte Mitbringsel für Freunde mit Niveau und schrägem Humor.
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Deutschlantis<br>Und hinterher will es wieder niemand gewesen sein.
Deutschlantis
Und hinterher will es wieder niemand gewesen sein.


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SYSTEMTHEORIEN Vier satirische Einakter
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Leserbriefe


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zu Seite 1935 


          Seite 416          

Einzeller
10.05.26
Seite 1863

 

"Kein Satiriker vor mir hat so etwas ertragen müssen", sagte Martin Sonneborn zu Bernd Zeller und brach in Tränen aus. "Geschieht dir recht", brummte Zeller ungerührt und malte weiter. Mit so einem Scheiß befasste er sich prinzipiell nicht. Und er musste die neue Nacktbarin fertigbekommen.

 

Kasulke und die Ankündigung
10.05.26
Seite 1864

 

Müde von einem erfolg- und einkommenslosen Tag betrat Privatschnüffler Kasulke das Apartmenthaus, in dem er wohnte und das wie Kasulke bessere Tage gesehen hatte. Doch noch bevor er den Schlüssel im Schloss seiner Wohnungstür herumgedreht hatte, wusste er, dass etwas nicht stimmte – sein Großstadtratteninstinkt irrte nie. Er öffnete vorsichtig die Tür, zog seine Makarow aus dem Schulterhalfter und warf sich im Flur auf den Boden. Dann robbte er in Richtung des Zimmers, das er gegenüber Besuchern als Wohnzimmer zu bezeichnen pflegte, stieß dessen Tür auf, rollte sich blitzartig hinein und brüllte dabei „Keine Bewegung“. Tatsächlich bewegte sich dort nichts, und Kasulke erkannte anhand der zur Hälfte fehlenden Einrichtung seinen Irrtum: Sein Penis hatte seine Ankündigung tatsächlich wahr gemacht und war mit der wasserstoffblonden Nachbarin aus dem 3. Stock durchgebrannt. Kasulke steckte die Makarow wieder ein, ging in die Küche, mixte sich einen doppelten Futschi, kippte ihn in einem Zug herunter und war dann beinahe wieder eins mit der Welt. „Hauptsache, meine Prostata bleibt bei mir“, dachte er zuversichtlich, bevor er im einzigen verbliebenen Sesel einschlief.

 

Kl. Ferkel
10.05.26
Seite 1863

 

Was mein Penis mir regelmäßig ankündigt, möchte ich hier lieber nicht ausbreiten.
Aber es gefällt mir.

 

Seeheimer
10.05.26
Seite 1863

 

"Kein Wal vor mir hat so etwas ertragen müssen", dachte Timmy und soff ab. Die ganze Rettungskacke war zuviel für ihn gewesen.

 

Bachmüller
10.05.26
Seite 1863

 

„Kein SPD-Wähler vor mir hat so etwas ertragen müssen“, dachte Kassenpatient Bachmüller verbittert, als er in der Apotheke bemerkte, dass der Arzt ihm ein Privatrezept ausgestellt hatte, so dass er die Arznei aus eigener Tasche bezahlen musste.

 

Schlichtes Gemüt
10.05.26
Seite 1863

 

Ich habe heute einen netten Witz erzählt bekommen, und der geht so:

Was ist das?
Gorbatschow hat einen langen, Bush einen kurzen, der Papst benutzt ihn nicht und Madonna hat keinen.

Antwort: den Nachnamen.

 

@@
10.05.26
Seite 1863

 

Und die Kursleiter sind erfahrene Penisversteher.

 

@Erektionsstörungen
10.05.26
Seite 1863

 

Der ankündigende Penis gefällt mir. Pressemeldung:
"Viele Männer haben einen ankündigenden Penis, ohne es zu wissen. Dabei können sie jederzeit lernen, ihm zuzuhören – und von ihm zu profitieren. Die Krankenkassen bieten mittlerweile Penis-Zuhörkurse an, in denen sich die Teilnehmer auch gegenseitig unterstützen können."

 

BaWü aktuell
10.05.26
Seite 1863

 

+++ Cemdolf sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Koalitionsverhandlungen +++

 

Sozenplotz
10.05.26
Seite 1863

 

"Es gibt keine Einwanderung in die SPD", sagte der Generalsekretär beim Blick auf die Mitgliederzahlen. "Sag ich doch!", versetzte Bärbel triumphierend. Sie hatte wohl was verwechselt, aber das kannte man ja von ihr. "Denn", fuhr sie fort, "niemand hat die Vollmacht, die SPD umzubringen!" Das war nun doch ein bisschen sehr opak, sogar mit einem Zug ins Bizarre, und der Sinnzusammenhang wollte sich schon gar nicht erschließen. Zum Glück legten die Genossen auch gar keinen Wert darauf; ihnen ging es ohnehin nie ums Verstehen, sondern um die praktische Umsetzung des Klassenkampfes mit Endziel "Posten". Also beschwiegen sie Bärbels intellektuelle Blutgrätsche – und Bärbel war's zufrieden, denn sie hatte längst ihre Earphones auf dem Kopf, wahrscheinlich zum ABBA-Hören.

 

          Seite 416          




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21. Oktober 2026

BILD-Chefredakteurin entschuldigt sich für ihre Leser: «Dachte, wir hätten bessere»
Zeitungen können sich ihre Leser nicht aussuchen, deshalb haben viele Redakteure eine zu hohe Meinung von ihrer Leserschaft. Diese Erfahrung musste nun die Chefin der BILD-Zeitung machen. «Meine Haltung ist ACAB, das ist der Konsens unter Journalisten, aber nicht unter den Lesern, die zu meiner Verzeihung darauf hinwiesen, dass dieses Signal gekapert worden ist», sagte sie im ZZ-Pressedienst. Ob das ihre Position unter den Kollegen verbessert, darf bezweifelt werden.

Kultusminister teilen Sorge, Schülerproteste könnten sich gegen Deppinnensternchen, Indoktrination und Bildungsverfall richten
Investitionsstau an Schulgebäuden und Lehrermangel könnten zum Auslöser für ein Überschwappen der Schülerproteste führen. Aber was, wenn die Demonstrationen umgelenkt werden gegen Verursacher und Folgen der Bildungspolitik? «Dann sind wir echt am Hinterteil», paraphrasiert ein Vorsitzender der Kultusministerkonferenz im Hintergrundgespräch mit der ZZ.

Versehentliche Panne: Ausstieg aus Kohle und Gas gilt ab morgen
Durch ein Versehen in der Ausfertigung gilt die Dekarbonisierung in ihrer kompletten Form schon ab morgen. «Das war in dem Vorgang selbst eine Freudsche Fehlleistung, weil der Wunsch nach Klimaneutralität die Feder geführt hat, aber in der Relevanz für die Rolle der Bedeutung des klaren Zeichens ein mutiges Vorpreschen, um das uns der Rest der Welt beneidet», sagte Umweltminister Schneider zu Lars Klingbeil, der die frohe Kunde Friedrich Merz übermittelt. Die Verbraucher müssen sich auf wettergemäße Kleidung einstellen, für die es Beratungsstellen geben wird.

Erpressungsversuch oder nötiges Wachrütteln? ZDF droht, nur noch Hartmüll zu senden, wenn der Ruf der Rundfunkanstalten nicht besser wird
Der Intendant wagt sich mit einem ungewöhnlichen Schritt an die Öffentlichkeit. Um den Ruf des ZDF und der andren Sender ist es nicht zum besten bestellt, weil Verschwörungsfanatiker den Rundfunk in ein schlechtes Licht rücken wollen und teilweise damit auf Erfolg stoßen. «Wenn keine Trendumkehr zu verzeichnen ist, treten wir in den Qualitätsstreik», so der ZDF-Chef gegenüber der ZZ. Zuschauer erwarten, dass der Ankündigung Taten folgen. Wie lange es dauert, bis die Miesmacher einlenken, ist nicht abzuschätzen.

Es darf keine Zwei-Klassen-Enteignungen geben
Gerechtigkeit kennt keine Obergrenzen, aber auch keine Grenzen nach unten. Eigentum verpflichtet nicht nur, es ist Diebstahl, wenn es nicht im Gewahrsam von Menschen ist, die sich als Person und Träger einer Funktion für das Wohl und die Interessen der Allgemeinheit einsetzen. An diesen Prinzipien darf nicht gerüttelt werden, wenn es nicht wieder heißen soll, das waren nicht die wahren Richtigen, die eine bestmögliche Idee umgesetzt haben.

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