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zeit. de vermeldet:
„Prozess gegen Hollywoodproduzenten hat begonnen. Das Verfahren gegen Harvey Weinstein wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe wird wohl mehrere Wochen dauern. Wird er verurteilt, könnte er lebenslang in Haft müssen.“
„Könnte er müssen“, ja mein lieber Herr Gesangsverein, das ist ja glänzend formuliert. Übrigens könnte er auch lebenslang nicht in Haft müssen, aber diese Möglichkeit kann man müssen schon im Vorfeld vollkommen ausschließen, ungefähr so wie Trumps Wahl im Januar 2017.
Ein neuer Text für das "Lied der Deutschinnen und Deutschen" ist in der Tat dringend erforderlich, wobei natürlich zunächst die Begriffe "Deutsch" und "Land" vermieden werden müßten. Ersatzweise würde ich den Begriff "Territorium" vorschlagen, da dessen Neutralität wohl kaum zu steigern ist. Sodann müßte das "Streben" aus Zeile 3-4 des Urtexts einer moderneren Haltung geopfert werden, die als "Vermeiden" bezeichnet werden kann. Ferner wäre das Alleinstellungsmerkmal des Territoriums, das in Zeile 1 vorgestellt wurde, möglichst genau zu spezifizieren (Zeile 5-6). Und schließlich müßte die Weltoffenheit des Territoriums betont werden, nämlich in Form einer Einladung zum Genuß seines Alleinstellungsmerkmals an Gäste aus aller Welt. Ich habe mich hierum wie folgt bemüht (bitte gleich mit territorialer Inbrunst singen!):
Friede, Freude, Eierkuchen
für das Territorium!
Darum laßt uns nie mehr fluchen!
Ruhe im Elysium!
Friede, Freude, Eierkuchen
sind des Glückes Optimum:
|: Kommet all', dies Glück zu suchen,
kommt ins Territorium! :|
(Quellenhinweis: Der Vorschlag, "Friede, Freude, Eierkuchen" zur neuen Eingangszeile des Liedes zu machen, stammt von Jörg Seidel, im Internet als "Seidwalk" bekannt. Ihm gilt mein tiefempfundener Dank. Ich selbst habe nur fachmännisch geprüft, ob die Textzeile mit Haydns Musik kompatibel ist – was in nachgerade idealer Weise der Fall ist –, und habe sie sodann plagiiert.)
Aber Hallo,
Das ist gerade noch einmal gut gegangen oder, um es weniger umständlich auszudrücken, die ZZler haben noch einmal recht-zeitig die Füße vom Gaspedal genommen. Die Kombination von Satire und Hitler läßt sich nicht in den kühnsten Träumen denken und schon gar nicht eignet sie sich für billige Lacher.
Darstellungen des böhmischen Gefreiten gehörten nur in den unverdächtigen Sprech und in die bewährten Hände der engagierten Zivilgesellschaft, wenn nicht sogar nur in solche aus Kunst und Kultur und Professoren, so die klare Kante von Prof. G. Nope, wobei er kopfschüttelnd an die letzten Aktionen Ewiggestriger erinnert, die Grabplatte und Asche für ihre durchsichtigen, verharmlosenden Zwecke mißbrauchen wollten. Absolute No Gos wären das.
Der Professor muss es wissen, hat er doch mehr Serien mit seinem Star produziert als jeder anständige Deutsche in diesem Leben und den kommenden abschalten kann.
Es freut mich zu lesen, dass die ZZ hier sensitiv die Mühlen umschifft, denn natürlich war es ein Streit zwischen islamischer und christlicher Welt, nicht nur gestern, heute und morgen, sondern auch schon damals bei diesen französischen Karikaturisten, die bei einem Schusswaffenwechsel gestorben sind. Bravo ZZ und weiter so.
Je suis ZZ.
Nachdem Satirehitler schon gestorben war, hat er nun auch noch die Vogelgrippe.
Das ist wirklich Pech.
Oder doch eher Schwefel?
Viel schlimmer ist, dass er möglicherweise noch immer glaubt, er sei witzig.
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
31. Dezember 2025
Berliner Silvesterbilanz: Polizei und Einsatzkräfte überwiegend unverletzt
Der Berliner Senat hat eine ausgeglichene Bilanz rund um die Partynacht zu Neujahr gezogen. Die meisten Polizisten und Rettungskräfte überstanden die Silvesterstimmung ohne nennenswerte Blessuren. «Das heißt nicht, dass die staatlichen Bediensteten sich in den Kiezen aufführen können, wie sie wollen, und mit provozierendem Gebaren auftreten», stellt Kai Wegner im ZZ-Gespräch klar.
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Schon wieder Jahreswechsel, war der letzte nicht eben erst? Fakt ist, die Zeit vergeht immer schneller, weil sich der Raum immer schneller ausdehnt. Aber das Kontinuum ist nun mal der Referenzpunkt, der die Relation vorgibt. Das heißt, die gefühlte Beschleunigung der Zeit ist in Bezug zu setzen zur real beschleunigten Zeit, so dass die Frequenz der Jahreswechsel stabil geblieben ist, nämlich einer auf zwölf Monate, auch die gefühlten.
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