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Warum kamen so wenige zum Kath. Kirchentag?
Es gab weder Vulvenmalkurse noch Sexshops, in denen drei Dildogrößen angeboten wurden.
Was also soll man da?
Jubel beim Katholischen Kirchenparteitag der Grünen in Stuttgart am Wochenende: Endlich gibt es mehr Windräder als Feldkreuze +++ "Unsere neue Klimareligion ist eindeutig auf der Siegerspur", so Klimakardinalrätin Kathrin Göring-Goebbels am Abend in einer TalkRunde auf dem Stuttgarter Schlossplatz zu Klimapapst John Klinglhuber +++ "Wir müssen", so der Vorsitzende der Deutschen Klimabischofskonferenz Bätzing, "endlich von diesen überkommenen klimafeindlichen kolonialistischen Traditionen der Wegmarken mit dem toten Klimajesus weg kommen. Windräder bezeugen die neue Zeit von uns Klimachristen", so der Schafshirte am Abend zur ZZ-Tagespost. Nach einem Abendessen pflichtete der ehemaligen Christkirchenkardinal Marx diesem bei.
Die entlarvte Publizistin (jung, weiblich, echt nur mit Hut) lebte von nun an glücklich und zufrieden mit sich und ihrer Welt in Brüssel, der unheimlichen Hauptstadt aller Schwurbelnden und Dauerschnatternden. Dort wie hier war sie eine gern gesehene Dauergästin in den zahlreichen Talkshows, wo sie unter Ihresgleichen nicht weiter auffiel, so daß ihr auf Jahrzehnte ein langer, auskömmlicher Lebensabend beschieden war. Gut so?
Der Typus Gauck kommt in Tellkamps neuem Roman vor:
Als "Ankertaumine", Unterart Präsidentenmine ("aus Despotenholz geschnitzt"), "Taktierer, der den sogenannten guten Eindruck erweckt, in Talkshows durch eine gewisse Eleganz, eine gewisse Abscheu vor dem Pöbel und seinen Neigungen, eine wohlgeformte Stimme, Plaudereien über Weine, Klassikerzitate (von Referenten zusammengestellt) und jene staatsmännische Zurückhaltung auffällt, die auf Gewinnmaximierungen beruht..." (S. 35).
Tellkamps „Turm“ hat damals – abgesehen von dem, was die ZZ dankenswerterweise aufgedeckt hat – auch gute Rezensionen bekommen, weil man vergessen hatte, den „Sachsenfilter“ einzuschalten.
Ein gewisser J. Gauck ist der Entdecker und Weiterentwickler dieses Filters, der einen guten und klaren Blick ermöglicht. Mit diesem sieht man dann nicht mehr Ost- oder Mitteldeutschland, sondern Dunkeldeutschland. Tja, und von dort kommt dieser angebliche Roman.
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26. Oktober 2026
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