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Wachsam kreist der Steingeier über seiner Demokratie. Er hat sie nach eigenem Gusto erschaffen, und wenn er sieht, dass etwas nicht seinem Plan entspricht, stürzt er hinab und frisst es auf. Oder er krächzt es an, dass Gott erbarm, bezeichnet es mit Schmäh- und Hassnamen, verflucht es und lässt es gedemütigt zurück. Trotz dieser despotischen Grausamkeit hat der Steingeier viele Verbündete, die ihm bei der Verbreitung seiner demokratischen Axiome helfen, so etwa in den "Krächzstunden" des ZDF, die exklusiv für ihn eingerichtet wurden. Aber auch viele Bürger geben seine Botschaften weiter, und sie sorgen auf diese Weise für gesellschaftlichen Druck auf die sogenannten "Nazis" – ein Codewort für Andersdenkende. Der Steingeier wiederum bezeichnet seine Demokratie neuerdings als "das demokratische System", was seine Axiomatik noch grundsätzlicher macht: Jetzt sind Gegner der Steingeier-Demokratie nicht mehr nur Gegner der Steingeier-Demokratie, sondern sie sind dadurch auch zu Gegnern des gesamten demokratischen Systems geworden.
Die Zukunft des Steingeier-Demokratie ist freilich ungewiss, ebenso wie die des Steingeiers selbst. Sicher ist nur: Er wird eines Tages vom Himmel fallen wie ein mitten im Flug verstorbener Steingeier – der er dann auch sein wird.
Frank-Spalter ist gar kein Uhu, sondern ein Geier! Jetzt ist es raus. Würde mich freuen, wenn Zeller ihn auch mal als Geier malt :-)
Westend Verlag - Pressemitteilung 14.07.26
Seite 1891
Ulf Poschardt hat zuletzt zwei Bestsellende verfasst, in denen er gnadenlos das deutsche Bürgertum seziert. Die Titel lauten "Shitbürgertum" und "Bückbürgertum". Darin bekommt jeder Volksdeutsche sein Fett weg – aber was ist mit den anderen Hierlebenden? Den Ankünftlingen aus jüngerer Zeit und auch den schon länger Residierenden in den türkischen, arabischen etc. Gemeinden? Gute Frage, fand Poschardt – und er machte sich sogleich daran, die Lücke zu schließen. Deshalb erscheint bei uns in Kürze der dritte Band der "Bürgertum"-Trilogie:
Es sind gerade auch die Menschen von schwarzer Rasse, die uns genetisch erfrischen. Sie können uns sogar am Abgrund der Degeneration vorbeinavigieren, also uns rassisch wiedergesunden lassen. Wir sollten diesem ihrem Angebot keinen Widerstand entgegensetzen, denn das wäre dumm und rassistisch.
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
24. August 2026
Melanie-Melamanchmal Amännin beklagt, von ihren Podcast-Hörern sexualisiert zu werden
Ihr Podcast gilt als Erfolgsgeschichte, die an ihrem Anfang steht, aber die Nutzer schalten sie ein, weil sie erotische Phantasien hegen, davon ist die journalistische Spitzenkraft überzeugt. «Dabei liegt es am Klimawandel, dass ich so heiß ankomme», sagt sie der ZZ.
Friedrich Merz will nach seinem Urlaub allen zeigen, dass er weg war
Angeblich hat während des Urlaubs niemand die Abwesenheit des Kanzlers bemerkt. «Das wollen wir erst mal sehen, ich habe mir fest vorgenommen, all diesen Urlaubsleugnern zu zeigen, was es heißt, dass ich wieder da bin», das und viel mehr sprach er auf den ZZ-Anrufbeantworter.
Staatsschulden sind Ehrenschulden
Ressorts des Kabinetts sollten von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Die willkürlich festgelegten Kompetenzen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wer einer starren Schuldenbegrenzung das Wort redet, übersieht wichtige Aspekte und belastet die Generation, der das Geld zugutekommen soll.
Chef der Bundesfetzagentur beklagt zähe Bereitschaft bei der Verbesserung der Laune
Dafür zu sorgen, dass es fetzt, zählt zu den Kernbereichen der demokratischen Kultur. Dennoch stößt die Bundesfetzagentur auf Widerstand gegen das Aufhellen der Stimmung. «Da kann man das Angebot stärken wie nur was, trotzdem gewinnen die Miesmacher an Boden», so sein Befund gegenüber der ZZ. Dennoch setzt er unbeirrt darauf, weiter zu fetzen, auch unter Nutzung der sozialen Fetzwerke.
Klare Aufwertung für Leipziger Jugend: Immer mehr Kinder stammen vom Clan-Chef ab
Der Status wird immer wichtiger, da ist es gut, mit dem Clan-Chef möglichst eng verwandt zu sein. Auch für die Frauen bedeutet es einen Gewinn, Mutter eines Clanchefkindes zu sein, darauf weist die Leipziger Vielfaltsgleichstellungsbeauftragte hin. «Wir haben gute Erfahrungen gemacht», sagte sie der ZZ.