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zu Seite 1808

          Seite 1209 

WunschBert
20.06.2016
Seite 278
1. Auch wenn es sich noch so anbietet, sollte der Mord an Frau Cox hier nicht mehr thematisiert werden. Würde mich auch nicht wundern, wenn irgendwann eine Beziehungstat oder sowas dabei heraus käme. Aber egal, die Frau ist tot, und das ist mehr als bedauerlich. Sollte aber weder links noch rechts als Argumentation für irgendwas dienen.
2. Habe ich mich immer gefragt, wann die Deutschen denn mal aufwachen aus ihrer Wellcome-Besoffenheit. Wann fällt auch dem Normalo auf, dass es durchaus Vorteile hätte, wenn sich auch die Bundesregierung mal an bestehende Gesetze halten würde. Mal angenommen, das Merkel würde endlich in Polen einmarschieren, um den Pollacken beizubringen, dass die Aufnahme von 120 Flüchtlingen im Jahr nicht reicht? Dabei ist das doch diesmal wirklich wieder für eine gute Sache, früher: Ein Volk ohne Raum, heute: Ein Raum ohne Volk. Würden wohl unsere Links-Grünen dann mal zu Verstand kommen, wenn wir ab 5.45 Uhr wieder zurückschießen, weil diese vermalledeiten Polen nicht einsehen wollen, dass Flüchtlinge die einzige Zukunft für Europa sind?
Auf einem ÖR-Kanal kommt immer Nachts so eine Sendung mit 'Tageschau von Annodunnemals'. Was habe ich da diese Woche gesehen? Umweltministerin Merkel erklärte in der Tagesschau aus den 90ern Castor-Transporte für 'Alternativlos'. Ich hätte fast ins Abendmahl gebrochen.




Dieter D. D. Müller
19.06.2016
Seite 277
Eben, und daher muss die Bundeswehr schleunigstens "für Bürgerinnen und Bürger der EU geöffnet werden", siehe DIE WELT online von heute (unter dem beängstigenden Titel: "So verzweifelt sucht von der Leyen neue Soldaten"). Das Blatt übersetzt diese kryptische Passage netterweise nochmal für Dummies: "Einfacher formuliert heißt das: Von der Leyen will EU-Ausländer für die Streitkräfte rekrutieren." Tja, jetzt muss Flinten-Uschi nur noch dafür sorgen, dass "Bürgerinnen und Bürger der EU" weiträumig genug definiert wird, sprich flüchtlingsgerecht. Dann klappt das schon mit der Besetzung der Insel.

Antwort:
Sie hat schon den Namen Bunteswehr reserviert.
19.06.2016
Sie hat schon den Namen Bunteswehr reserviert.
19.06.2016
Dopplung wegen der rechtlichen Absicherung.



Ein Leser mehr
19.06.2016
Seite 277
An der Besetzung Großbritanniens sind aber bekanntlich schon noch schlagkräftigere Armeen als unsere Bundeswehr gescheitert.




Peter MF
19.06.2016
Seite 277
Sehe ich auch so. Der Cox-Mord muss eine False Flag-Aktion von linken EU-Freaks gewesen sein. Fragt sich nur von welchen, und: wen sie mit der Programmierung von Thomas Mair beauftragt haben. Können täten so was ja am besten die Islamisten oder die Guantanamo-erfahrenen Programmierer aus den USA, und gemeinsam könnten sie's sogar noch besser. Vielleicht wollten es auch beide?!

Jedenfalls, die Linkspresse zerfließt heute wieder in Krokodilstränen über den drohenden Brexit, der "Tagesspiegel" merkelt schon in der Dachzeile: "Europa ohne Großbritannien?" (weil ja bekanntlich EU = Europa, par ordre du mutti) und menschelt in der Überschrift: "Was der Brexit für uns bedeuten würde" ("uns" klingt immer gut und heißt natürlich "alle EU-Ropäer"). Trotzdem wird der Brexit kommen. Dann erhält der Ärmelkanal endlich wieder seine alte, ausgrenzende Bedeutung.

Antwort:
Eine Besetzung Großbritanniens könnte die Briten vor schlimmen Konsequenzen ihrer Entscheidung bewahren.



Dieter D. D. Müller
19.06.2016
Seite 277
Ha! Auf "eigentümlich frei" kommt Christian Rogler in puncto Cox-Mord zum selben Schluss wie "Verschwörungs-Theo", und er dekliniert das sogar in voller epischer Breite durch (bezwingend schon die Artikelüberschrift: "Und wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein 'Irrer' her ..."). Zudem erhält er mathematische Unterstützung von Leser Miguel David, der mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung den letzten Rest von Zweifeln daran beseitigt, dass es nur irgendwelche linken EU-Freaks gewesen sein können. Aber das Beste kommt noch:

Roglers Autorenkollege Robert Gröziger postet einen Kommentar, beginnend mit den verführerischen Worten: "Abwarten, Leute. Trotz aller gegenteiliger Propaganda deutet eine erste Umfrage nach dem Attentat auf ein weiteres Erstarken der Brexit-Seite hin." Ein WEITERES ERSTARKEN! Wer hätte es für möglich gehalten! Zu dumm aber auch. Nein, der Coup kann doch nicht zur Nachahmung freigegeben werden. (Diese erste Umfrage ist übrigens unter dem Titel "Exclusive poll: EU support falls after Jo Cox murder" zu finden.)

Ja, aber ... WARUM sind jetzt sogar MEHR Leute für den Brexit als vor dem Mord? Darf man am Ende gar auf den Idealfall hoffen, nämlich dass der gemeine Brite komplett durchblickt und sich sagt: "MICH verarschen die EU-Freaks nicht – jetzt erst recht"? Das wäre ja unglaublich! Aber auch menschenverachtend natürlich, weil sie ist schließlich tot.

Antwort:
Womöglich hat man ihr zu Ehren eine solche Umfrage gemacht.



Dieter D. D. Müller
18.06.2016
Seite 277
@Antwort: Oaaah, Herr Zeller, Sie bringen mich zum Träumen! Wenn die Briten DOCH NICHT aus moralischen Mord-Verurteilungsgründen in der EU blieben, wäre das natürlich ... ja, was? Ah, ich hab's: menschenverachtend. Was sonst. Ich höre förmlich schon das Geheul von Moral-Duce Zukleber. Etwa so: Wenn nicht einmal dieser rechtsradikale politische Mord die Menschen davon abhält, EU-feindlich, ergo rechtsradikal zu wählen, dann müssen wir uns erschüttert eingestehen, dass nun sogar die gewalttätige, rechtsterroristische Menschenverachtung [erste Träne] mitten in der Mitte der enthemmten Mitte der Gesellschaft angekommen ist [weint]. Oder so ähnlich, ich bin ja nicht Zukleber, aber dem wird schon was Saftiges einfallen.

Und der Coup wird dann halt nicht Schule machen, bzw. er wird umgekehrt Schule machen. Muss man eben nächstes Mal einen Rechten ermorden.

Antwort:
Man wird vorsichtig kommentieren, damit es nicht heißt: Lieber rechts als in der EU.



Dieter D. D. Müller
18.06.2016
Seite 277
@GP: In der Tat, Moralinstanz Claus Alles-Zukleber hat vorgestern wieder mal alles mit Moral zugeklebt, was an gähnenden Wissenslücken über den Cox-Mörder klaffte. Es war, im Wortsinn, phantastisch. Mich erwischt Zukleber zwar nur in Spielpausen, wenn überhaupt, aber dann genieße ich seine (geben wir es ruhig zu!) übermenschliche Leistungsfähigkeit. Wenn er sich bloß den Kopf neu aufkleben ließe, aber diesmal gerade, dachte ich zwar wieder, doch vermochte dies meine Begeisterung nur unwesentlich zu schmälern. Man bedenke: Zukleber sagt schon im ersten Moment alles, was später in der Zeitung steht. Muss man nur noch abschreiben, also tut man's auch. So geht Medienökonomie. Ginge aber nicht ohne diesen einen kreativen Vulkan, diesen Teiresias der Moralvorhersage! Phantastisch eben.

Ansonsten stimme ich "Verschwörungs-Theo" zu: Das können nur die Linken gewesen sein. Besonders die Opferwahl war ein Meisterstück moderner Populistik, könnte man hinzufügen, wenn man ein noch schlechterer Mensch wäre, also lassen wir's. Jedenfalls: Wenn die Briten jetzt aus moralischen Mord-Verurteilungsgründen in der EU bleiben, wird dieser Coup bestimmt Schule machen.

Antwort:
Und wenn doch nicht?



Ein Leser mehr
18.06.2016
Seite 277
Bei uns Ossis beißen die Demoskopen immer auf Granit, wir sind doch sowieso alle latent.




Dieter D. D. Müller
17.06.2016
Seite 277
Der "Hass auf Demoskopie" gilt in Wirklichkeit den Demoskopen persönlich, wie die ZZ in gewohnter Brillanz herausarbeitet. Wir müssen uns also auf sehr baldige erste Hassverbrechen gegen Demoskopen einstellen, und zwar aus der enthemmten Mitte der Gesellschaft! Dies geht zwar nicht aus der neuen Leipziger Studie "Die enthemmte Mitte" hervor, würde aber, wenn man die Ergebnisse nochmal anders gewichten würde – was man statistisch ohne Weiteres könnte und auch dürfte (so Studienleiter Prof. Dr. antif. Elmar Brähler auf Anfrage von PD Dr. i.m. Anetta Kahane), und erst recht, weil die Leipziger Studie ebenfalls von der Gemeinschaft parteinaher Stiftungen in Auftrag gegeben wurde (so der Zentralrat der Gemeinschaft gegenüber der ARD).

Antwort:
Da ist es nicht weit bis zum Ruf "Lügendemoskopie!".



Leser1
17.06.2016
Seite 277
Aber auch beim örtlichen Typ aufs Verfallsdatum achten. Und dass keine Speisereste übrig bleiben.

Antwort:
Wird kühl gelagert.



          Seite 1209 
 


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31. Dezember 2025

Berliner Silvesterbilanz: Polizei und Einsatzkräfte überwiegend unverletzt
Der Berliner Senat hat eine ausgeglichene Bilanz rund um die Partynacht zu Neujahr gezogen. Die meisten Polizisten und Rettungskräfte überstanden die Silvesterstimmung ohne nennenswerte Blessuren. «Das heißt nicht, dass die staatlichen Bediensteten sich in den Kiezen aufführen können, wie sie wollen, und mit provozierendem Gebaren auftreten», stellt Kai Wegner im ZZ-Gespräch klar.

Studie räumt mit Mythos auf, die Jahreswechsel kämen immer häufiger
Schon wieder Jahreswechsel, war der letzte nicht eben erst? Fakt ist, die Zeit vergeht immer schneller, weil sich der Raum immer schneller ausdehnt. Aber das Kontinuum ist nun mal der Referenzpunkt, der die Relation vorgibt. Das heißt, die gefühlte Beschleunigung der Zeit ist in Bezug zu setzen zur real beschleunigten Zeit, so dass die Frequenz der Jahreswechsel stabil geblieben ist, nämlich einer auf zwölf Monate, auch die gefühlten.

Die Kriminalitätsrate ist nicht gestiegen, sie war nur vorher woanders
Kriminalität hat Ursachen, daraus ergibt sich, sie ist eine Folgeerscheinung. Dies öffnet den Komplottfabeln Sack und Tüten, die für abstruse Kausalzusammenhänge sorgen sollen. Vorbehalte gegen Kriminelle lassen sich leicht instrumentalisieren, um Stimmung gegen die vermeintlichen Ursachen zu machen. Wäre es diesen Milieuschädigern ernst, würden sie sich den sozialen Ursachen widmen, aber dafür ist ihnen das Geld wieder zu lieb, als dass sie es in Prävention und Vielfalt investieren würden.

Kann der Rückbau der Chemiebranche das Silvesterfeuerwerk ausgleichen?
Das Jahr beginnt mit einer guten Nachricht, mit der schon das alte endet. Feuerwerk klingt gar nicht gut für die Erreichung der Klimaziele, bringt wenigstens der Wegfall von Chemieproduktion einen Ausgleich? Ja, die menschengemachte Chemieindustrie war für das Klima so schlimm wie Atomkraftwerke, weil sie das ganze Jahr über ausstößt und nicht nur zu Silvester. Noch besser wäre natürlich, auch noch das Böllern bleibenzulassen, aber das gehört für viele zur Kultur.

Studentin kommt nicht damit klar, dass der Ansichten-Onkel jetzt irgendwo Silvester feiert
«Zu Weihnachten konnte ich ihm ja Paroli bieten und ihn damit konfrontieren, dass seine Parolen auch von der Randpartei kommen könnten», stellt die Studentin gegenüber der ZZ fest. «Aber zu Silvester ist er irgendwo, wo ihn keiner aufhält und wo er seine Sprüche klopfen kann», sorgt sie sich. Das trübt die Stimmung, mit der sie ins neue Jahr durchstartet.

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