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Es war einmal ein dunkelrotes Gackerhuhn, das ging nach Berlin, um sein Glück zu finden. Leider traf es dort eine berufliche Fehlentscheidung: Es ging in die Enteignungsbranche. Diese nämlich war beim Volk gar nicht beliebt, und das dunkelrote Gackerhuhn bekam es bald zu spüren. An allen möglichen Ecken und Enden der Stadt wurde es blöd angegackert und mit Kommentaren überzogen – des Inhalts, Enteignung sei "kommunistische Kackscheiße", die nicht funktionieren könne, ja geradewegs ins Elend führe, und gefolgt von Drohungen, man lasse sich nicht enteignen, das Gackerhuhn werde schon sehen, was dann geschehe, aber es sei ihm hiermit dringendst geraten, es gar nicht erst zu probieren.
Solche Angackereien musste das dunkelrote Gackerhuhn beinahe jeden Tag ertragen. Nun war es zwar ein recht robustes Gackerhuhn, das nicht leicht von der Stange zu werfen war, aber das Hassgegacker und die Gackerhetze wirkten sich eben doch aus: Das Huhn wurde nervös und ein wenig fahrig, die Freude am Enteignen war nicht mehr die alte, und es magerte sogar etwas ab. In dieser Lage suchte es Rat, nämlich klugerweise gleich in der Bundeszentrale des Konzerns. Hier würde man zweifellos am besten wissen, wie mit derlei Belastungen umzugehen sei.
Der Termin bei der Konzernspitze dauerte nur wenige Minuten. Redeführer war ein rot-grün-gestreiftes Huhn namens Ines, schlank und ein wenig blass um den Schnabel, welches unablässig von seinem Assistenten Luigi umtrippelt wurde. Dieses Leithuhn antwortete dem dunkelroten Gackerhuhn wie folgt: "Genossin, das ist alles v-ö-l-l-i-g normal. Überhaupt kein Grunzur Beunruhigung! Diese Angackerer, von denen du erzählst, die nennt man Enteignungsleugner. Du musst ihnen kein Wort glauben! Denn höre: Wer Enteignung leugnet, der hat keine Ahnung. Also, ran an die Arbeit! Weitermachen wie bisher! Erst wenn der letzte Kapitalist enteignet ist, wird er merken, dass er keine Ahnung gehabt hat!"
Das dunkelrote Gackerhuhn trippelte dankend und sich verbeugend von hinnen. Wohl spürte es gewisse Zweifel am Gehörten und Gelehrten, und es fühlte sich auch nicht so ganz abgeholt in psychotherapeutischer Hinsicht, aber das Positive überwog bei weitem. Neue, frische Energie durchströmte bebend seinen Leib, eine nie gekannte Lust aufs Enteignen schüttelte selbigen durch, und eine Gackerprobe ergab Gackergeschwindigkeiten von mindestens 28 Megacker/sec., was knapp vor Weltrekord läge.
Und so beschloss das dunkelrote Gackerhuhn, den Rat des Konzernspitzenhuhns eins zu eins umzusetzen. Dies tat es denn auch – und alle Berliner:innen wurden Zeug:innen. Fragt man sie nach jenen turbulenten Tagen, so antworten sie wie aus einem Mund: Nie zuvor wurde so laut und schnell über Enteignung gegackert wie von diesem dunkelroten Gackerhuhn. Damit ist die Geschichte freilich nicht zu Ende. Das Gackerhuhn hat ja gerade erst damit begonnen, sich den Enteignungsleugnern auszusetzen oder, im Idealfall, entgegenzustellen. Wie das ausgeht, könnte vielleicht der Stoff für eine neue Geschichte sein.
Jetzt, wo die Journaliten enttarnt sind, können die Guillotiniten ihres Amtes walten. Dann bricht das System zusammen, und der Staat spart jährlich 10 Milliarden Euro an Steuergeldern ein, die er für Dringenderes verwenden kann, also für die Ukraine. Dem echten Journalismus macht das nichts aus, der finanziert sich ja selber.
ZZ distanziert sich von Uwe Steimle
In Zeiten wie diesen, also jetzt, hat auch und gerade ein Kabarettist, zum Beispiel Uwe Steimle, eine gesellschaftliche Verantwortung und darf nicht dadurch zum Hetzer werden, indem er sich gegen Entlarvungen staatspolitischer Aktivisten zur «Wehr» setzt. Solche Aktionen treffen immer den Richtigen. Steimle hatte den Schuss nicht gehört, als er für politisch untragbar erklärt wurde, aber wen wundert es, schließlich hat er auch Freude an dem Rechtsruck in der DDR vor dreißig Jahren. Was er jetzt abkriegt, darauf haben wir echt keine Lust. Aber wer braucht schon solche Kabarettisten, wenn Robert Habeck gefühlter Kanzler ist.
Demoskopen: SPD nach Grünen und CDU auf Platz 4
Das Spitzentrio der SPD hat das Umfrageruder bisher nicht herumreißen können, die Partei käme bei jetzigen Bundestagswahlen hinter Grünen und Union nur auf den vierten Platz.
«Die Themen Klima und Grundrente müssen noch stärker in das Profil der Themensetzung einfließen, wir brauchen jetzt die klare Kante für noch mehr Klima und noch mehr Grundrente», sagte der aktuelle Generalsekretär, wer immer das jetzt ist, den Zeitungen der Klima-und-Grundrenten-Mediengruppe.
Peinlich: Örtliche Frau hat als einzige nicht «Nacktflohmarkt» statt «Nachtflohmarkt» gelesen
Es ist der Alptraum aller, die noch Peinlichkeiten fürchten: als einzige Person angezogen zu sein. So passierte es der örtlichen Frau, deren Interesse durch das Plakat mit dem Hinweis auf den stattfindenden Nachtflohmarkt geweckt worden war. Was sie nicht ahnen konnte: Alle anderen hatten «Nacktflohmarkt» gelesen und waren demzufolge unbekleidet. Sie also mittendrin, als einzige in Anziehsachen. Die Schamesröte stand ihr ins Gesicht geschrieben. «Die anderen waren aber so rücksichtsvoll und haben so getan, als bemerkten sie nichts, das hat mir durch die peinliche Situation geholfen», sagte sie der ZZ.
Sogar Jahrtausende nach dem Ausstieg aus der Steinzeit sind die Hinterlassenschaften immer noch bemerkbar
Der Ausstieg aus der Steinzeit war schon vor vielen tausend Jahren beschlossene Sache und wurde in einigen Jahrhunderten vollzogen. Doch die Steinreste und der Steinmüll belasten die Erde immer noch. «Die Halbwertszeit von Steinen ist sehr lang», erklärt Annalena Baerbock zutreffend, «und sogar nach dem Ablauf ist immer noch die Hälfte da. Bis die andere Hälfte der Halbwertszeit vorübe ist, dauert es nicht etwa nur noch mal so lange, sondern viel länger.» Zur Verantwortung gezogen werden kann natürlich niemand mehr persönlich, aber unser Steinzeit-Erbe bedeutet eine Verpflichtung zum Blick in die Zukunft und zum möglichst frühen Ausstieg aus allem, was noch lange dauert.