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zu Seite 771 


Seite 1          

Aus dem Land Elif
21.09.26
Seite 1921

 

Es war einmal ein dunkelrotes Gackerhuhn, das ging nach Berlin, um sein Glück zu finden. Leider traf es dort eine berufliche Fehlentscheidung: Es ging in die Enteignungsbranche. Diese nämlich war beim Volk gar nicht beliebt, und das dunkelrote Gackerhuhn bekam es bald zu spüren. An allen möglichen Ecken und Enden der Stadt wurde es blöd angegackert und mit Kommentaren überzogen – des Inhalts, Enteignung sei "kommunistische Kackscheiße", die nicht funktionieren könne, ja geradewegs ins Elend führe, und gefolgt von Drohungen, man lasse sich nicht enteignen, das Gackerhuhn werde schon sehen, was dann geschehe, aber es sei ihm hiermit dringendst geraten, es gar nicht erst zu probieren.

Solche Angackereien musste das dunkelrote Gackerhuhn beinahe jeden Tag ertragen. Nun war es zwar ein recht robustes Gackerhuhn, das nicht leicht von der Stange zu werfen war, aber das Hassgegacker und die Gackerhetze wirkten sich eben doch aus: Das Huhn wurde nervös und ein wenig fahrig, die Freude am Enteignen war nicht mehr die alte, und es magerte sogar etwas ab. In dieser Lage suchte es Rat, nämlich klugerweise gleich in der Bundeszentrale des Konzerns. Hier würde man zweifellos am besten wissen, wie mit derlei Belastungen umzugehen sei.

Der Termin bei der Konzernspitze dauerte nur wenige Minuten. Redeführer war ein rot-grün-gestreiftes Huhn namens Ines, schlank und ein wenig blass um den Schnabel, welches unablässig von seinem Assistenten Luigi umtrippelt wurde. Dieses Leithuhn antwortete dem dunkelroten Gackerhuhn wie folgt: "Genossin, das ist alles v-ö-l-l-i-g normal. Überhaupt kein Grunzur Beunruhigung! Diese Angackerer, von denen du erzählst, die nennt man Enteignungsleugner. Du musst ihnen kein Wort glauben! Denn höre: Wer Enteignung leugnet, der hat keine Ahnung. Also, ran an die Arbeit! Weitermachen wie bisher! Erst wenn der letzte Kapitalist enteignet ist, wird er merken, dass er keine Ahnung gehabt hat!"

Das dunkelrote Gackerhuhn trippelte dankend und sich verbeugend von hinnen. Wohl spürte es gewisse Zweifel am Gehörten und Gelehrten, und es fühlte sich auch nicht so ganz abgeholt in psychotherapeutischer Hinsicht, aber das Positive überwog bei weitem. Neue, frische Energie durchströmte bebend seinen Leib, eine nie gekannte Lust aufs Enteignen schüttelte selbigen durch, und eine Gackerprobe ergab Gackergeschwindigkeiten von mindestens 28 Megacker/sec., was knapp vor Weltrekord läge.

Und so beschloss das dunkelrote Gackerhuhn, den Rat des Konzernspitzenhuhns eins zu eins umzusetzen. Dies tat es denn auch – und alle Berliner:innen wurden Zeug:innen. Fragt man sie nach jenen turbulenten Tagen, so antworten sie wie aus einem Mund: Nie zuvor wurde so laut und schnell über Enteignung gegackert wie von diesem dunkelroten Gackerhuhn. Damit ist die Geschichte freilich nicht zu Ende. Das Gackerhuhn hat ja gerade erst damit begonnen, sich den Enteignungsleugnern auszusetzen oder, im Idealfall, entgegenzustellen. Wie das ausgeht, könnte vielleicht der Stoff für eine neue Geschichte sein.

 

Danke, ZZ "investigativ"
21.09.26
Seite 1921

 

Jetzt, wo die Journaliten enttarnt sind, können die Guillotiniten ihres Amtes walten. Dann bricht das System zusammen, und der Staat spart jährlich 10 Milliarden Euro an Steuergeldern ein, die er für Dringenderes verwenden kann, also für die Ukraine. Dem echten Journalismus macht das nichts aus, der finanziert sich ja selber.

 

Plural und Singular
21.09.26
Seite 1921

 

Journaliten sagt man heute,
meint man viele dieser Meute.
Drum ein einzelner, kapito,
nennt sich schlicht bloß Journalito.

 

Eselsbrücke
21.09.26
Seite 1921

 

Stalagtitten sind die, wo hängen.

 

@Heureka
21.09.26
Seite 1921

 

Zweifellos. Schon der zweite Knaller nach
"der Apostroph".

 

Caveman
21.09.26
Seite 1921

 

Stalagmiten oder Salattitten.

 

Mal ehrlich
21.09.26
Seite 1921

 

Berlin geschieht‘s doch recht.

 

From the river to the Journaliten
21.09.26
Seite 1921

 

Deutsche Journaliten
mögen keine Semeniten,
denn sie lieben nur,
Palästina, und zwar pur.
Daraus folgt, das ist ganz klar,
´s hat nur einer Recht, Allah.

 

Heureka
21.09.26
Seite 1921

 

Die ZZ Nr. 1921 berichtete erstmals und exklusiv über sogenannte "Journaliten", die vom Ausschluss bedroht seien. Der Bericht fand breite Beachtung, auch in den öffentlichen Qualitätsmedien, doch diese bestritten schlankweg die Existenz von Journaliten und warfen der ZZ "Verschwörungstheorien" vor. Die ZZ hat daraufhin noch einmal investigativ nachrecherchiert und gerichtsfest bewiesen: Die "Journaliten" gibt es wirklich. Es handelt sich bei ihnen um eine para-religiöse Sekte, die seit den 68ern immer weiter gewachsen ist. Zulauf erhielt sie, und erhält sie bis heute, vorwiegend von den "Marxiten", den "Maoiten" und den "Staliniten", drei älteren Sekten mit derselben Grundausrichtung, und gelegentlich auch von den "Baaderiten" oder den "Gysiten". Das Ziel der Journaliten-Sekte ist, wie bei allen Sekten, die flächendeckende Verbreitung des einen, wahren Glaubens und die hierzu erforderliche Ausschaltung aller anderen Glaubens-Residuen. Das angewandte Mittel ist die Narration, also die glaubenskonform angepasste Beschreibung bzw. Nichtbeschreibung der Geschehnisse, häufig kombiniert mit Verleumdungen, Lügen, "Aufrufen", Bildung breiter Bündnisse und Ähnlichem.

Aber jetzt kommt das aufregendste Ergebnis der großen ZZ-Investigativrecherche: Die Journaliten arbeiten unter falscher Bezeichnung. Das ist der Grund, warum sie bisher nicht bemerkt wurden! Sie haben zu einem ganz einfachen Trick gegriffen, um ihre Journaliten-Identität zu verschleiern: Sie nennen sich "Journalisten". Auf diese Art konnten sie in den vergangenen Jahrzehnten praktisch die ganze Medienwelt unterwandern, das heißt: in ihren Besitz bringen und mit dem journalitischen Glauben durchtränken, bis das System komplett journalitisch war. Und das ist es bis heute. In Zahlen: Heute sind im System nur noch ca. drei Prozent echte Journalisten beschäfigt – die anderen 97 Prozent sind ausnahmslos Journaliten! Das dürfte so ziemlich alles erklären. Was viele ahnten, hat also gestimmt: Wir werden von einer Sekte "informiert". Man wusste nur noch nicht, dass es eine echte Sekte ist! Knaller, oder?

 

Demokratischer Wal-Analist
21.09.26
Seite 1921

 

Der Wäler wält den Wexel, und bekommt womöglich den gleichen Scheßdreck wie vorher auch.

 

Seite 1          




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Polizeibericht: Keine klimaschädigenden Vorkommnisse
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Viele Berliner Schüler müssen ein Jahr länger freitags für die Zukunft schwänzen
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Zivilcouragepreis geht an Margarete Stokowski für ihre Initiative zur Umbenennung der Vögel
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Annegret Kramp-Karrenbauer fühlt sich benutzt wie eine weniger attraktive Freundin, die nur mitgenommen wird, um den Kontrast zu geben
Sollte das der Plan der Kanzlerin gewesen sein? Annegret Kramp-Karrenbauer kann es kaum glauben, aber sie fühlt sich genau so, als hätte sie den CDU-Parteivorsitz nur gekriegt, damit Merkel als gar nicht mehr so übel erscheint wie eine, die schon nach SPD-Frau aussieht und wie eine Quotenfrau redet. Inzwischen ist es Abend geworden und die Mississippi-Dampfer verlassen die Saar, aber AKK fährt nicht mit, sondern muss erst einmal den Schock verwinden. «Die CDU hat mich immerhin gewählt, die sollen jetzt nicht allen Frust an mir abladen, wir brauchen eine bessere Frustkontrolle», schreibt sie auf Twitter.

Antisemitismusbeauftragter weist auf Antisemitismus: Unter den Feiertagsfeiernden sieht man keinen mit Kippa
So sieht die Realität aus. Wir lassen uns für unser Holocaust-Mahnmal beneiden, aber wenn es darum geht, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder möglich ist, fällt die Bilanz düster aus. Männer ziehen feiernd umher, das können sie ruhig, aber dass unter ihnen niemand ist, der sich zu seiner Religion bekennt, das sollte zu denken geben oder zum Nachlesen.

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