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Borschtsch + Boeuf Stroganoff ess ich jetzt schon gern, lese Tolstoi, Gogol, Gontscharow, und die Vereinigung von D+F ist nichts anderes als die Wiederherstellung des Reiches Karls des Großen.
Conclusio: Der Russ kann kommen.
Völlig überraschend ist der Russe nicht in Deutschland eingefallen. Der Vorfall ereignete sich gestern an der Grenze zu Polen und löste eine Panik aus. Die einfallslosen Grenzbeamten ergriffen die Flucht; sie mussten später psychologisch betreut werden. Auch in Berlin ist der Schock über das Ereignis deutlich zu spüren. Friedrich Merz nannte das Ausbleiben der russischen Invasion "völkerrechtswidrig" und kündigte eine weitere Verschärfung der Sanktionen an. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beklagte die notorische Unzuverlässigkeit der Russen, die in diesem Fall sogar den Kampf gegen rechts sabotiert habe.
2029 ist der Russe längst bei uns eingefallen. Der Ukrainer war ja bloß ein lästiges Hindernis auf dem Weg zum eigentlichen, schon immer angestrebten Ziel: Europa per Angriffskrieg unterwerfen, natürlich mit der James-Bond-Bösewicht-Option späterer Weltherrschaft. Wir kennen doch den Iwan! Drunter macht er's nicht! Sagt sogar Elmar Theveßen! Deshalb musste Merz ja den Ukrainer pampern. Okay, hat nicht funktioniert, der Russe hat ihn trotzdem plattgemacht, und jetzt, das heißt allerspätestens 2029 (realistisch 2027), ist er eben bei uns. Wir sagen längst Sachen wie Druschba, Spasiba und Kalaschnikow, essen Borschtsch, Blini und Boeuf Stroganoff, lesen von morgens bis abends Anna Karenina und gucken nebenher dem Iwan beim Exerzieren zu, mitten auf der Straße. Trump wird natürlich gar nichts dagegen machen, er hat ja überhaupt keinen Grund dazu, und deshalb schluckt der Iwan auch gleich den Franzmann, zumal er (der Iwan) so gut Französisch kann (Bildungssprache! Peter der Große!). Dann legt er auch gleich Frankreich und Deutschland zusammen, weil anders wär's ja blöd, wenn er sowieso der Chef vom Ganzen ist, und legt die Regierungszentrale voraussichtlich nach Paris (Prachtbauten wie in St. Petersburg!) oder vielleicht auch nach Frankfurt (riesiger Flughafen, Banken ohne Ende!). Ach ja, Berlin scheidet selbstverständlich aus, da zu arm und ungepflegt für den frankophil verwöhnten Russengeschmack, aber für die Streitkräfte ist es eventuell gerade noch gut genug (zentrales Heerlager!). Und politisch: Putin ist Zar, umringt von den üblichen finster dreinblickenden Russenministern, aber es sind durchaus auch ausgewählte deutsche Hilfsminister denkbar, z.B. Angela Merkel (internationalsozialistische Beziehungen), Bodo Rameljow (Sonderkommissar für Ostbindung), Manuela Schwesig (Agitprop), ja sogar Hendrik Wüst und Daniel Günther, sofern sie sich endgültig zum Kommunismus bekennen (machen sie ganz flott, jede Wette). Tja, so viel kann ich im Moment sagen! Ich freu mich sogar auf den Iwan, weil wir sind am Ende, und einer muss es ja richten. Wobei, am prickelndsten finde ich die Zusammenlegung mit dem Franzmann, die ist einfach der Hammer, nach den ganzen Gemetzeln in der gemeinsamen Geschichte.
Stell dir mal vor, es ist 2029, 17.10.26
Seite 1932
die Russen sind merkwürdigerweise noch nicht eingefallen und der neue Bundeskanzler wird gewählt. In den Hochrechnungen von ARDZDF führt April-April knapp vor der Nazi-Schlampe.
Kalkweiss im Gesicht verkündet dann einer das Ergebnis:
Linke, Grüne je 10%, SPD 6, CDU 8.
SPD schafft Befreiungsschlag: Katharina Barley wird Europa-Spitzenkandidatin, Eva Högl wird Justizministerin
Niemand kann mehr behaupten, die SPD hätte nichts mehr zu bieten, und wer es doch tut, muss umdenken. Katharina Barley macht sich gut auf Plakaten, deshalb wird sie das Spitzengesicht im EU-Wahlkampf, und bei Eva Högl wäre das so nicht gegangen, deshalb hat man klug entschieden, sie zur Justizministerin zu machen. So erreicht man die Menschen, und zwar da, wo sie sind.
Aus diesem Grund haben Surfertypen es gar nicht so leicht bei Frauen, wie man meinen könnte, wenn man nicht selbst einer ist
Ist ein Mann ein Surfertyp, vielleicht noch ein totaler Surfertyp, denken viele: Wow, total der Surfertyp, auf den müssen doch die Frauen stehen bis abfahren! Also im Sinne von, dass der es leicht haben muss, Frauen zu seiner Freundin zu machen oder auch nur eine lose Sexbeziehung mit ihnen einzugehen, weil die Frauen sagen: Wow, total der Surfertyp!
Aber so ist es gar nicht, die Surfertypen haben es überdurchschnittlich schwer, und hier ist der Grund: Die Frauen denken, sie müssen dann auch surfen. So richtig sportlich, nicht am Internet. Und das kommt denen zu anstrengend vor. Da nehmen sie lieber gleich einen Internetsurfertypen, zumal sie neben dem nicht besonders gut auszusehen brauchen, um besser auszusehen.
Örtlicher Typ ist völlig bestürzt, den Untergang Pompejis neu datieren zu müssen
«Wenn ich etwas hasse, dann, die Geschichte neu schreiben zu müssen», erklärte der örtliche Typ im Gespräch mit der ZZ-Mediengruppe. «Ich bin jetzt auch nicht der, der so einfach sagt, na gut, von mir aus ist es eben ein anderer Termin, mir doch egal. Es gibt eben bestimmte Dinge, auf die man sich verlassen können muss», so er weiter.
Umfrage: Mehrheit dagegen, dass Weihnachten religiös instrumentalisiert wird
Jahresendzeit, das ist auch Weihnachtszeit, obwohl kaum jemand noch was damit zu tun haben will. Auf große Akzeptanz stößt das Fest beim Einzelhandel, weil die Leute ihre bis dahin noch nicht abgerufenen Gelder ausgeben wollen. «Der Anklang, den die Tage der Stille und der Besinnlichkeit finden, sollte nicht für religiöse Zwecke instrumentalisiert werden, die mit Spaltung und Vorurteilen die dunkle Saat der Provokation in die Gesellschaft hineintragen», sagte Bundespräsident Steinmeier in der Aufzeichnung seiner Weihnachtsansprache. «Die Mehrheit, und Umfragen bestätigen dies, verbindet keine hetzerische Absicht mit dem Begehen dieser liebgewonnenen Tradition.»
ZEIT-Leserinnen freuen sich über das Comeback der Vulva
«Ich bin so happy, es auf zeit.de erfahren zu haben. Die Vulva wurde jahrelang verheimlicht, aber ihr Comeback hat längst begonnen», sagt die ZEIT-Leserin der ZZ. «Wann immer das Wort Vulva nicht gesagt wird oder stattdessen Vagina benutzt wird, festigen sich Erzählungen über das weibliche Geschlecht.»
Ob es zu einer Reunion mit dem Penis kommt, ist noch ungewiss.