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zu Seite 647 


Seite 1          

Prof. Raban Rübenreiber
16.05.26
Seite 1866

 

Die Beliebtheit des animalischen Tragizismus bei den Medien, aber auch gleichermaßen beim Menschen tangiert die Walwelt nur peripher. Wir haben zum Beispiel jede Menge Robbenbabys, Zwergelefanten oder auch Gänseküken zu gewärtigen, denen Tragizismen aller Art problemlos abzugewinnen sind, wenn nur der Wille zur Tragik hinreichend korpulent ist – und das ist tatsächlich der Fall. Der Mensch ist also gewissermaßen das tragische Tier, das dem Tier das Tragische implombiert, und er kann von Glück sagen, dass das Tier – als genuin nichttragisches Wesen – nicht allzuviel davon merkt.

 

@ökumenische Sauerei
16.05.26
Seite 1866

 

Seit wann werden katholische Bläserinnen gehängt? Das ist doch gar nicht obszön, eher oh schön.

 

Shit happens
16.05.26
Seite 1866

 

Mein Hund ist kürzlich gestorben, und jetzt ist auch noch meine Katze verschwunden. Ich sag ja nur.

 

Wal-BILD
16.05.26
Seite 1866

 

+++ Die tragischen Vorgänge um den Buckelwal-Kadaver vor der dänischen Küste gewinnen weiter an Tragik. Das tote Tier gilt mittlerweile als mausetot; eine Rettung wird von den Walärzten ausgeschlossen. Hinzu kommt das tragische Verschwinden von "Timmy", das nunmehr gesichert feststeht: Der tragische dänische Kadaver besaß keinen Sender und kann deshalb nicht "Timmy" sein. Somit lautet die tragische Gesamtbilanz: Ein unrettbar toter Wal plus ein schwerkranker, verschwundener Wal, der mit Sicherheit einem tragischen Schicksal entgegenschwimmt, wenn er nicht wiedergefunden und gerettet wird. Die Rettungsbehörden signalisieren jedoch Hilflosigkeit, und sie gehen offenbar schon jetzt von einer Tragödie aus. Von den Menschen werden die Vorgänge einstimmig abgelehnt. +++

 

Wunder gibt es immer wieder
15.05.26
Seite 1866

 

Ich wohne im fünften Stock und wundere mich immer wieder, wie der Staub es schafft, bis in meine Wohnung hinauf zu kommen.

 

Ferkel Fiskus
15.05.26
Seite 1866

 

Wir sollten endlich mal wieder kräftig die Steuern erhöhen. Sonst wandert bald niemand mehr in unser System ein.

 

Wal-BILD meldet:
15.05.26
Seite 1866

 

Er hat keinen Sender im Kadaver! Dann kann es nicht Timmy sein. Die Rettungsteams können weitersuchen.

 

"Vor der Küste Dänemark wurde ein toter Buckelwal gesichtet"
15.05.26
Seite 1866

 

Liebe tierliebende ZZ-Gemeinde, hier dürfen wir nicht tatenlos zusehen sondern sind aufgerufen, zu helfen. Ich werde ein Rettungsteam aufstellen und bitte euch um großzügige Spenden:
Max Mustermann
Kto.Nr. 87654321
bei jeder deutschen Bank oder Sparkasse.

 

Hab Mut - bleib im Bett !
15.05.26
Seite 1866

 

Unter diesem Motto findet noch bis Sonntag
in Jena Europas größte Matratzenmesse statt.
Das heutige Hauptpodium steht unter Vicco von Bülows Erkenntnis : Wir schlafen im Liegen.
Zudem spricht der bekannte Achtsamkeitsforscher
Prof. Nichtfriedrich Zeller zum Thema :
Loslassen als Schlüssel für Erfüllung und Glück.

 

Brandmaurer
15.05.26
Seite 1866

 

Der letzte macht das Licht aus.

 

Seite 1          




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Pech auch: Presse hat schon alle positiven Superlative für die Kanzlerin aufgebraucht
So kann es passieren, wenn man im besten Deutschland ever lebt und die Kanzlerin dafür bewundert. Journalisten können nicht nur heruntermachen, sondern müssen auch klar sagen, wo etwas gut läuft und dass es der Kanzlerin zu verdanken ist. Der Nachteil ist, dass sich beim Leser schnell, zu schnell, ein Gefühl einstellt, es handle sich um bloße Huldigungen, die sich bald abnutzen. Da muss man eben die Leser noch besser da abholen, wo sie sind, ohne sie jedoch selbst zu Journalisten zu machen. Das geht, wenn man das Handwerk beherrscht.
Aber nun, mit dem beherzten Durchgreifen in der Maaßen-Sache, hat die Kanzlerin ein weiteres Meisterstück vorgelegt und gezeigt, wer das Sagen hat, wo der Hammer hängt, was geht, an wem man nicht vorbei kommt, wie man Öl aus dem Feuer nimmt und die Mühlen der Falschen stoppt, indem man ihnen das Wasser abgräbt und das Heft des Handelns vollschreibt. So eine Regierungschefin wollen wir, und wir haben sie.

Clanmitglied aus der Nachbarschaft ist gar nicht kriminell
Wenn der Nachbar erzählt, das er zu einer Großfamilie gehört, denken alle sofort, er müsse dem Klischee entsprechen. «Wenigstens fragen sie nicht, wann ich wieder zurückgehe», erzählt er der ZZ. «Aber davon auszugehen, dass ich schwerkriminell wäre, ist Denken in Strukturen der Sippenhaft. Ich habe noch nie eine Straftat begangen, man kann nicht alle Familienmitglieder unter kriminalisierten Generalverdacht stellen. Ich arbeite bei der Polizei und mache einen Job, der vielen schon zu schwer ist.» Da muss man umdenken, falls man es nicht schon getan hat.

Örtlicher Typ wollte sich nicht erpressen lassen, jetzt ist das Video von ihm online
Als er die Erpressermail bekam mit der Warnung: «Wir haben deine Webcam gehackt und dich bei der Selbstbefriedigung gefilmt, wir stellen das Video ins Internet, wenn du nicht bezahlst», hat der örtliche Typ ihr Keine Beachtung geschenkt und sie gelöscht. Das hat er nun davon, die Erpresser haben ihre Drohung wahrgemacht. «Jetzt ist es zu spät, noch zu zahlen, so was lässt sich nicht mehr wegkriegen, wenn es einmal im Internet ist», sagt der örtliche Typ im ZZ-Gespräch.

Anthropologie: Bier trieb Menschen in die Sesshaftigkeit
Dass die Kunst des Bierbrauens die Menschen sesshaft werden ließ, sagt schon die Überschrift, und die hat es von Forschern. «Nach dem Bier waren die Menschen zu besoffen, um noch weiterzuziehen, und da blieben sie da, wo sie gerade waren», erklärt ein Forscher im Gespräch mit ZZ-Science.

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