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Letzte Ölung: Pfarrperson unterwegs zu sterbendem Wal "Timmy" +++ Umwelthilfe e.V. beantragt Verbot: "Öl würde das Meerwasser verschmutzen" +++ Örtliche Menschen: "Dann werfen wir halt Abschiedsteddybären" +++ Wal-Verkitschung: Wie weit darf sie gehen? +++ Katrin Göring-Eckardt: "Es gibt keine Obergrenzen" +++
Soja-Sören und Hafermilch-Henry hängen gemeinsam im "Green Energy" ab. Nach einer Weile kommt Bio-Bea herein, tritt an den Tisch der beiden, legt ihren Laptop darauf und zeigt ihnen ein TikTok-Video, auf dem Tofu-Till beim Grillen von Schweinesteaks zu sehen ist."What the fuck ...?", ruft sie mit erstickter Stimme, "ich mein', wie cringe ist das denn? Kann ich da vielleicht mal ne Stellungnahme von euch kriegen, wie man das jetzt verarbeiten soll?!" Soja-Sören und Hafermilch-Henry springen auf und bitten Bio-Bea, doch zuerst mal Platz zu nehmen, sie müsse jetzt bisi chillen, weil das Video wäre ja total toxisch und borderline, das könne sie nicht bewältigen ohne ihre peers aus der community. Sie, Soja-Sören und Hafermilch-Henry, würden natürlich mit ihr discussen, was getan werden kann, und ,,,
... und wie's weiterging, das muss man nicht wissen. Ehrlich nicht.
Ich will lesen, was ich will.
Du darfst.
Will lesen, was ich will.
Du darfst.
Will sagen, was ich will.
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Neulich auf der Demo (Kurzroman) 01.04.26
Seite 1847
Vanessa-Kim, 21, hatte den üblichen linksradikalen Widerstandsbüschel auf dem Kopf, schwarz mit neongrünen Strähnen und nach allen Seiten stachelnd. In ihrer dunkelrot geschminkten Empörungsflunsch hing die obligatorische Zigarette, die sie ostentativ übellaunig hin- und herschob. Ihre kleine, gänzlich unspektakuläre Stupsnase schien einer 13-Jährigen zu gehören, wie überhaupt das rundliche, käsige Gesichtchen an alles denken ließ von Kindergarten bis Gesamtschule, nur nicht an politischen Aktivismus. Unter der niedrigen Stirn saßen die blassblauen Augen mit schwarzer Kriegsummalung im Gothic-Stil und überrasselt von silbernen Augenbrauen-Ringchen im Dutzend. Das ganze Gesicht war weiß getüncht (Joker? Zombie? Leiche?), es wies erwartungsgemäß noch weitere Metallteile auf (Nase, Unterlippe, Wangen), und insgesamt wirkte es wie verwüstetes Gelände bei der Schlacht von Verdun.
Ein solcher Kopf also saß auf dem restlichem Körper – und der spiegelte getreu alle Stilmerkmale des ersteren. Vanessa-Kim war klein von Wuchs, nämlich höchstens 1,60 m (Collien Fernandes, ebenfalls eine kleine Wurzel, hatte immerhin 1,64 m zu bieten), sie war schmal, wenn nicht gar dünn, und sie ließ an keiner Stelle jene Ausbuchtungen erkennen, die man als spezifisch weiblich wahrzunehmen gewohnt ist. Irgendwie wirkte ihr Körper, als wäre er nicht ganz richtig zusammengeschraubt – so konnte man vielleicht den "schlottrigen" Eindruck beschreiben, den man von ihr hatte. Die Kleidung hingegen war aufrichtig bemüht, genau diesen Schlotter-Eindruck zu konterkarieren (oder, wer weiß, vielleicht sogar zu dekonstruieren), denn sie war enganliegend, besonders natürlich die Hose, aber auch die Lederjacke, sie war teilweise zerfetzt, und sie war überwiegend schwarz bis hinunter zu den kleinen Springer:innen-Stiefelchen. Kurz, die Kleidung war linksradikaler Straßenkampf-Standard der 20er Jahre – ein Stil, der hier einmal mehr zeigte, wie viel Gothic noch darinsteckt. Das kam vermutlich von den Frauen, die ja die eigentlichen Gothic-Freaks gewesen waren – wer erinnerte sich nicht gern an die goldigen Gothic-Mädels-Gesichtchen mit den todernsten Mienen! –, und die jetzt, als Kämpfer:innen gegen alles außer sich selbst, ein Stück Kinderzimmer mit auf die Straße nahmen. Aber jetzt sahen sie nicht mehr goldig aus, sondern nur noch lächerlich.
Dies alles dachte Horst, während er Vanessa-Kim auf der Bühne des "Hate all Men!"-Festivals abtaxierte. Er war sicher, dass er sehr genau hingeschaut hatte, und dass er sich ehrlich bemüht hatte, bei der jungen Dame eine individuelle Note zu entdecken. Doch er war daran gescheitert. Sein Bild von Vanessa-Kim, so musste er sich jetzt eingestehen, glich aufs Haar dem gängigen Linksradikal:innen-Klischee.
Örtlicher Typ wartet auf die Rückkehr der bizarren Sexkulte
Sex ist Kult, aber es geht immer noch kultiger, wie die Sexkulte aus früheren Zeiten zeigen, die voller Bizarrigkeit und Vielfalt waren und allmählich wieder neu entdeckt werden. «Was da los war», sagte der örtliche Typ voller gespannter Erwartung, denn er möchte im wahrsten Sinne des Wortes vorne mit dabei sein, aber nicht nur, sondern wo es geht.
Der Grund für die Probleme der SPD ist ihr Alter
Alle paar Jahre versucht die SPD einen Neubeginn mit frischem Personal, und immer in paar Monate später merkt man, dass es nichts wird damit. Denn trotz neuer Leute und Jusos ist die Partei einfach zu alt. Sie entstammt noch einer Zeit, als man sich mit der Nazi-Zeit noch nicht auseinandergesetzt hatte und man noch nicht offen für Vielfalt war. Unsere Vergangenheit ist nun mal belastet, und einen Schlussstrich kann und darf es nicht geben. Dadurch aber steht die SPD immer für alles, was in Deutschland schiefgelaufen ist, namentlich für das Dritte Reich und die NS-Zeit. Eine komplette Auflösung und Neugründung wäre der einzige glaubwürdige Schritt.
Ulmer Professor lässt sich einfrieren, um in 200 Jahren noch gefroren zu sein
Die drei alten Träume der Menschheit sind nach und nach in Erfüllung gegangen, zuerst die Beherrschung des Feuers, dann das Fliegen, und jetzt auch noch, tiefgefrorene Professoren zu haben. Daran hat ein Ulmer Professor gearbeitet und schreitet demnächst zur Umsetzung. «Die nächsten zweihundert Jahre vergehen wie im Tiefkühlfach», sagte er der ZZ-Mediengruppe.
Sommerpressekonferenz zeigt Hauptstadtjournalisten in Bestform
Die Sommerpressekonferenz der Bundeskanzlerin ist traditionell die Gelegenheit für die Hauptstadtpresse, sich in ihrer besten Topform zu präsentieren. So auch diesmal, als keine Gelegenheit ausgelassen wurde, der Kanzlerin Fragen nach ihrem Urlaub zu stellen und danach, ob sie mit der schroffen Form der Auseinandersetzungen in der letzten Zeit unzufrieden war. «So was geht nur mit Qualitätsmedien», lobte die Kanzlerin die Journalisten gegenüber dem Hauptstadtbüro der ZZ-Mediengruppe. Der Termin war übrigens nicht zufällig gewählt, am 20. Juli 1944 hatten Rechtsnationalisten einen Anschlag auf den rechtsradikalen Naziführer versucht, um den rechtspopulistischen Gedanken vom Europa der Völker anzuheizen.
Amerika im Schreck: Hatte Playboy-Model Affäre mit Trump?
Darüber könnte der Playboy stürzen – einem Nacktmodell wird nachgesagt, nicht nur sexy Fotoaufnahmen für das umstrittene Heft gemacht zu haben, sondern diese Funktion für echten Sex benutzt zu haben. Vermutlich mit Donald Trump. Damit dürfte die Playboy-Ära endgültig besiegelt sein.