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@Nicht die Clan, sondern den Clan, bitte ! 24.09.26
Seite 1922
Zur Diskussion steht (am Kiosk):
Einmal bitte den ZZ-Clan.
Einmal bitte die ZZ-Clan.
Das ist offenbar ein Fall für die Grammatik-Brigade, ungeachtet der Tatsache, dass sie neulich Schwächen in der Behandlung des Apostrophs bewiesen hat. Aber die Scharte kann sie ja jetzt auswetzen.
Wegen großer Publikumsnachfrage: Ab Montag ist die ZZ-Clan an jedem gutsortierten Kiosk erhältlich. Es handelt sich um Bückware, die nur auf Stichwort herausgegeben wird, welches lautet: „Gibst du Issa!“
Themen der Erstauflage u. a.:
# Mandatsträger – wie viele sind nötig?
# Trolleys – welcher schafft den Transport einer 100-Kilo-Goldmünze?
# Enkeltrick – welche Senioren lohnen?
# Hydraulische Spreizer zwecks Türöffnungen – in welches Feuerwehrlager steigt man dafür ein?
# Schmuck – welcher Hehler ist seriös?
# Wohnungen oder Villen leerräumen – was geht, was geht nicht?
# Stütze - wie viele Kinder können realistischerweise geltend gemacht werden?
# Großer Test: Tunnelbau und Schließfachöffnung - Vorsicht vor Chinaware, Markenware ist zwar teuer, aber es geht alles viel schneller.
# Interview mit Experte Aristide Klemm-Halbseid: Deutsche Gauner sind marginalisiert worden, machen nur noch Ladendiebstahl (Hanuta, Fanta, Doppelkorn usw.).
Dass wir Linken und Grünen und Queeren zu allererst hingerichtet würden, falls das Kalifat eingeführt wird, ist eine gemeine Lüge der Nazis.
Gerade die Queere LGBT+-community steht für Vielfalt und verurteilt scharf jede Hinrichtung von Schwulen und Lesben in Teheran und Mekka! Weg mit dem Säbelschwert!
Wir stehen für saubere, schmerzfreie Hinrichtungen.
Der Biber ist Haustier des Jahres 2026. Er verdrängte in zahlreichen Haushalten Hunde und Katzen, Zwerghasen und Meerschweinchen, Schildkröten und Kanarienvögel, ja sogar Hausmäuse. Dieser erstaunliche Trend zum Biber wurde ausgelöst durch einen unscheinbaren Biber-Artikel in der "Welt", worin auch ein Biberberater erwähnt wurde, und der von einem Leser der "ZellerZeitung" in die dortige Leserbriefspalte kopiert wurde. Das enorm auflagenstarke Blatt verzeichnete daraufhin eine breite Online-Debatte über Biberfragen aller Art, und nicht zuletzt über Biberberater: Dieser absonderliche Beruf erheiterte die Leser so sehr, dass die Biber-Debatte unablässig weiter befeuert wurde und der Biber eine nie dagewesene Breitenwirkung entfaltete. Vereinzelte Leser-Berichte über den Biber als Haustier brachten dann den Durchbruch: Jetzt wollten alle den putzigen Gesellen im Haus haben. Viele von ihnen machten auch tatsächlich ernst, sie bestürmten die Zoohandlungen, empörten sich über die dortige Biberknappheit, verlangten Biberbestellungen im großen Stil – und kauften, kauften, kauften.
Wie es ihnen mit ihrem neuen Haustier ergeht, ist noch nicht bekannt. Die INSA-Umfrage hat gerade erst begonnen. Sie wird auch nach den früheren Haustieren der Biberbesitzer fragen: Sind sie auch noch in der Wohnung, oder wurden sie gegangen? Wie vertragen sie sich ggf. mit dem Biber? Zeigt der Biber ihnen gegenüber rassistische Tendenzen (oder umgekehrt)? Bei Gegangenwordensein: Sind sie in einem anderen Haushalt untergebracht worden, oder wurden sie ausgesetzt/gekeult/ertränkt etc. pp.? INSA-Chef Hermann Binkert verspricht eine "seriöse Untersuchung" und "spannende Ergebnisse". Er ist selbst Tierhalter und von daher "ganz persönlich interessiert" an der Biberstudie. Binkert hält sich übrigens einen Otter, wie er uns verriet, aber der komme für die meisten Menschen nicht in Frage: "Zu nass."
Biberberater ist out, Clanberater ist in. Vorteile: Hohes Salär (plus Boni), Arbeit mit Mandatsträgern, Dienstfahrzeug (AMG). Nachteil: Ab und an Aushilfe am Baggersee, Beton mischen, Boot fahren usw. Dafür gibt’s aber Schmutzzulage.
Ja, er ist gekommen! Der Mann fürs Grobe, den die Republik schon so lange gebraucht hätte, ist endlich da. Jetzt wird slles gut. Denn machen wir uns nichts vor: Wo Gewalt nötig ist, ist die Demokratie am Ende. So was kann sie nicht, so was will sie ja nicht mal. Aber sie ist bedroht von genau den Figuren, die nur mit Gewalt zu bezwingen sind: Nicht Clowns wie Amthor oder Lindh, die kann man leben lassen, sondern Leute wie Wüst und Günther, die im Namen der Demokratie Verbrechen begehen. Das sind die Gefährlichsten, denn sie klammern sich wie Zecken an die Demokratie und saugen sie aus. Aber Zecken bekommt man bekanntlich nur vom Wirt herunter, indem man sie vernichtet. Noch nie ist eine freiwillig wieder rausgekrabbelt! Das könnte sie auch gar nicht, weil sie mit ihren Beißwerkzeugen im Wirt feststeckt! Und daher: zeckii delendam sunt. Ohne Alternative. Wenn die Demokratie überleben soll, muss es einer für sie tun. Ein Mann ohne Gewissen, aber mit Liebe zum Volk. Citizen Vigilante. Hier heiligt der Zweck die Mittel.
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