Diese Website verwendet keine Cookies für Analyse, Tracking oder Marketing.
Das eingebettete YouTube-Video verwendet Cookies von Drittanbietern, diese laden wir nur mit Ihrer Zustimmung.
„Ne' große Portion Kartoffelbrei!“,
wollt' der Copilot bei Fly-Dubai.
„Hamma nich“, musst hören er,
obwohl er Hunger als ein Bär.
Drum sann er stracks auf Mord,
zog heraus die Axt an Bord.
Und die Moral von der Geschicht?
Verweig're nie den Brei ihm nicht.
So viel umständlicher ist es, Püree zu bestellen 04.10.26
Seite 1926
Ist der auch laktosefrei?
Nehm' ich den Kartoffelbrei!
Ist denn am Braten viel Soße für'n See?
Nehm' ich doch gern das Kartoffelpüree!
Wir sind nicht bloß Brüder, nicht bloß Blutsbrüder, nein wir sind Kartoffelbreibrüder. Leider Gottes wurde und wird der Kartoffelbrei in der Kunst sträflich (das sagt man an dieser Stelle immer) vernachlässigt, zu Ungunsten der Salzkartoffel und der Nudel. Das einzige nennenswerte Gemälde, das die KI bezüglich Kartoffelbreis anbietet, ist David Potwins „Potato Eater“. Ich kannte vorher weder Maler noch Gemälde, und ich kann mich des Eindrucks kaum erwehren, dass dieser Farbkleckser Potwins auf Seiten der Salzkartoffel oder der Nudel steht und daher plumpe Anti-Kartoffelbrei-Propaganda abgeliefert hat:
Verblüffend, was Sie schreiben. Da stimmt ja jedes Wort! Wie konnten Sie wissen, dass ich Kartoffel-Geringschätzer bin, aber Kartoffelbrei liebe? Okay, Kant wusste auch nicht, woher er das mit Steinmeier wusste, aber trotzdem: Meinen Respekt. Wenn ich mir schmeicheln wollte, würde ich sagen: Ich dichte offenbar hinreichend heinesch, um vom kundigen Leser verstanden zu werden. Der kann mir quasi in die Seele gucken, wenn er's liest, und so soll's ja sein. (Danke übrigens für "heinesch". Heine ist unter meinen Lieblingsdichtern die Nr. 1, aber das war Ihnen sowieso klar, schätze ich.)
Je nun! Widmen wir uns den Kartoffeln. Für mich ein wirklich interessantes und relevantes Thema, denn, Hosen runter: Ich bin Süddeutscher (Südwest), das heißt Spätzlefresser. Spätzle und Nudeln, am besten jeden Tag. Wenn Sie mit diesen Gottesgeschenken als Standard-Nahrung aufwachsen, dann ist Ihnen die Kartoffelverachtung quasi genetisch eingebrannt. Kein Entkommen möglich. Nur wenn die Oma einen Kartoffelbrei serviert, sprechen Sie drauf an, oder auch mal auf Bratkartoffeln, aber sonst herrscht tiefe Nacht. Vor allem bei Salzkartoffeln. Sie sprechen es ja an! Salzkartoffeln sind der Feind, das absolute no-go, die kulinarische Kreuzigung. Hier kann es keine Überlebenden geben, jedenfalls nicht in Süddeutschland. Der Süddeutsche versteht ja nicht mal, wieso die Kartoffel überhaupt als ernsthaftes Nahrungsmittel gehandelt wird, d.h. als sättigendes (vgl. Sättigungsbeilage! Das behaupten sie ja von der Kartoffel!). Nein, der Süddeutsche hält die Kartoffel für eine Art exotisches Gemüse, das man VIELLEICHT hier und da mal neben das Schnitzel legen kann, aber warum eigentlich, da doch richtiges Gemüse viel besser schmeckt.
Sie sehen: Ich entspreche kartoffelmäßig genau Ihrer Beschreibung. Wir sind kartoffelverwandt bis ins Detail. Das freut mich, das fühlt sich gut an, denn es ist mal was anderes. Wie oft schon wurde ich von Kartoffelfressern diskriminiert, besonders von den norddeutschen! Diese Menschen haben kein Verständnis für Spätzlefresser. Lehnen sie ab. Emfinden sie als Angriffskrieg auf die Kartoffel. Manche haben vermutlich noch nie eine Nudel im Mund gehabt, oder es ist ihnen nicht aufgefallen, weil's so selten war. So, und jetzt noch ein Wort zu "Rote Bete": Auch da herrscht Übereinstimmung mit Ihnen. Mag ich nicht, interessiert mich nicht, finde ich tuckig. Es ist erschreckend!
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
4. November 2024
Ampelregierung mit neuem Maskottchen: Annaluce
Was der Vatikan kann, kann die Ampelkoalition vielleicht auch demnächst so fast. Jedenfalls soll das Ampel-Maskottchen Annaluce die Verbindung der Politik zu der an Manga- und Anime-Stil gewöhnten jungen Zielgruppe schlagen. Die Brücke, die gebaut wird, ist selbst nicht im Bild, die muss man sich dazudenken, aber sonst funktioniert das Konzept für Ampelverhältnisse sehr gut, wie aus dem Presserat mitgeteilt wird.
Experten warnen vor Dienstagswahnsinn
Der Dienstag ist der gefährlichste Tag, was die geistige Gesundheit anbelangt. An keinem anderen Tag werden so viele verrückte Entscheidungen getroffen. «An einem solchen Tag sollten zum Beispiel keine Wahlen abgehalten werden, was bei uns auch nicht gemacht wird, darum haben wir so normale Politiker», sagen Experten. Dieser Normalzustand besteht leider nicht weltweit, manche Länder mit Affinität zum Wahnsinn wählen dienstags, das Ergebnis spricht dann häufig für sich.
Wählt an normalem Tag: Briefwähler
Die Politik darf sich nicht von einem Wirtschaftspapiertiger treiben lassen
Der Finanzminister will von seinem Versagen ablenken, das darin besteht, nicht genügend Geld zu beschaffen. Ohne Geldkreislauf funktioniert keine Wirtschaft. Aber die Wirtschaft ist nicht sein Ressort, genauso wie der Klimaschutz. Sein Wirtschaftspapier ist die Wirtschaft nicht wert, für die es gedruckt wurde.
Örtlicher Nontyp identifiziert sich als Tier, das noch nicht entdeckt wurde
Nonbinär kann jeder, aber nongarnicht ist nicht mal was zwischen nonsingulär und nonspezial. So beziehungsweise so nicht identifiziert sich der örtliche Nontyp, der sich als noch nicht entdecktes Tier fühlt, und damit ist nicht das innere Tier gemeint. «Ich aber das wäre schon zu viel gesagt», verweiger er sich einer Einordnung im ZZ-Gespräch.
Studie: Klimawandel begünstigt Ansiedelung von Nilpferden im Wassergraben um den Bundestag
Eigentlich soll der Wassergraben um den Bundestag die Wildschweine abhalten, das Parlament zu betreten. Wenn aber alles so warm wird wie das Klima, können bald Nilpferde heimisch werden. Doch damit nicht genug, denn wenn durch sie das Wasser eingetrübt wird, finden auch Krokodile ein ideales Biotop. «Das geht dann wirklich nicht mehr», sagte Bundestags-Vize Kubicki der ZZ.