Diese Website verwendet keine Cookies für Analyse, Tracking oder Marketing.
Das eingebettete YouTube-Video verwendet Cookies von Drittanbietern, diese laden wir nur mit Ihrer Zustimmung.
Metaphysik? Aber die ist doch längst tot! Abserviert von Nietzsche, und der hat's gründlich gemacht. Meine Gesamtausgabe zeugt von atemlos durchrasten Lektüre-Nächten, die meinen Abschied von der Metaphysik begründeten und zementierten, denn Nietzsche war einfach stärker als die Metahysik. Gut, Heidegger hat dann auch noch ... aber nein, ich sollte besser Habermas erwähnen, dessen Werk im Grunde reine Metaphysik war, also reaktionär im besten Sinne des Wortes. Mit Habermas erlebte die Metaphysik eine nicht mehr für möglich gehaltene Renaissance, die auch den Staatsapparat affizierte bzw. infizierte. Ja, genau, ich muss Habermas' Lehre miteinbeziehen, wenn ich Ihren metaphysischen Einspruch adäquat beantworten will! Na ja, ich müsste ... aber mir kommt gerade ein anderer Ansatz in den Sinn, und zwar ein sehr bodenständiger, biologischer: Das Biberhirn, genauer gesagt sein Arbeitsprozessor, fasst maximal drei Bit. Heißt, er kann nur drei Informationen gleichzeitig drinbehalten und (hoffentlich auch) verarbeiten. So, und jetzt zu meinem Punkt: Wenn der Biber einen Verdacht in Handlung transformiert hat und infolgedessen am Rennen ist, braucht er seine drei Bit Kapazität dringendST (!) für die Verarbeitung der renn-bedingten Umweltreize, die nur so auf ihn einprasseln. Das wiederum würde bedeuten: In seinem Hirn ist kein Platz mehr für sonstwas – und am allerwenigsten wohl für einen Ex-Verdacht. Ich frage daher aus rein biologischer Perspektive: Wie könnte der Biber seinen Ex-Verdacht weiterhin mitführen, wenn im Hirn gar kein Platz dafür ist? Ich hoffe, Sie bezichtigen mich nicht pauschal des Biologismus, wenn ich so frage. Ich bin durchaus bereit und willens, auch metaphysische Aspekte zuzulassen und zu erwägen. Etwa so: WIE LANGE kann ein Biber den Ex-Verdacht bei sich behalten? Wo liegen die Grenzwerte zwischen Metaphysik und blanker Hirnphysiologie? Sie sehen, es liefe auf eine eher nüchterne Grenzwertdebatte hinaus, aber die könnte durchaus spannend sein.
Der McRib ist dem Moslem nicht zumutbar. Dies gab McDonalds nicht bekannt, sondern nahm den McRib von der Karte. Experten sehen in dem Schritt ein klares Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft und zur unternehmerischen Autarkie. Die Würde des Menschen sei nicht angetastet.
Sehr geehrter Biberberater,
ich teile einiger ihrer Auffassungen, andere eher weniger.
Sie sagten, ein entstehender Biberverdacht würde unmittelbar in Biberhandlung münden, also transformiert werden. Im Kern bin ich damit einverstanden, aber nicht mit ihrer Schlussfolgerung, dass der Biberverdacht nunmehr durch Transformation sich aufgelöst hätte, nicht mehr existiere, weder physikalisch, noch geistig, noch seelisch. Mein Herr! Ich protestiere aufs Schärfste gegen diesen Verstoß gegen die ehernen Gesetze der Metaphysik. Denn selbstverständlich ist der Biberverdacht (bzw. die Biberverdächte, aber das führt jetzt zu weit) untrennbarer Teil der Biberhandlung - es ist ja gerade der Biberverdacht, der via Biberhandlung den fliehenden Biber auf Trab hält! Daraus folgt, dass der Biberverdacht im Gegensatz zu ihrer Behauptung sehr wohl
a) Den Raum erreichen kann und
b) im nunmehr zur Gänze erreichten Raum stehen kann, quasi huckepack auf der Biberhandlung.
Biber schöpfen extrem schnell Verdachte, weil sie's zum Überleben brauchen. Da hinten knackt was? Schon verdächtigen sie den Baum, er würde gleich umfallen, und rennen los wie Usain Bolt. Das heißt: Der Verdacht wird unmittelbar in Handlung transformiert – wohlgemerkt jeder Verdacht –, und danach ist er eben transformiert, d.h. er existiert nicht mehr. Ein Biber-Verdacht kann deshalb auch niemals im Raum stehen, denn er käme gar nicht erst in den Raum hinein, weil er sich vorher schon längst in Handlung aufgelöst hat. Es versteht sich, dass der Biber aufgrund seiner biologischen Verdachts-Verarbeitung niemals auch nur in die Nähe von sog. quälenden Verdachten kommt, weil die viel mehr Zeit bräuchten, als der Biber jemals dafür erübrigen könnte. Da ist er einfach zu schnell getaktet.
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
30. Oktober 2024
DPA: Schwarze Schülerinnen lösen trigonometrisches Rätsel, das bisher als unlösbar für schwarze Schülerinnen galt
Wie die Deutsche Presseagentur meldet, gelang zwei schwarzen Schülerinnen eine mathematische Sensation. Den Satz des Pythagoras auf eine andere als die bisherige Art zu beweisen, galt in Fachkreisen als knifflig und damit unmöglich für schwarze Schülerinnen. Davon ließen sich die beiden aber nicht beeindrucken und setzten ein klares Signal der Inspiration für alle schwarzen Schülerinnen, die sich für rechtwinklige Dreiecke interessieren. Die Vermutung, dass Pythagoras schwarz war, gilt damit ebenso als bewiesen.
Journalisten bereiten zusätzlich zum Artikel «Amerika wählt Erlöserin» Reservetext «So trickste sich Trump zum Wahlsieg» vor
Journalismus muss vor allem eines sein: schnell. Die Suche nach Erklärungen muss abgeschlossen sein, bevor das Ereignis eintritt. «Eventualitäten treten häufiger ein, als man sich gemeinhin vorstellt, darum ist es an den Journalisten, auf alle vorbereitet zu sein», erklärt der Presseclub gegenüber der ZZ.
Studie: Süßigkeiten zu Halloween können Kinder traumatisieren
Süßes, sonst gibts Saures. So kennt man es zu Halloween. Aber stimmt das überhaupt? Nein, sagen Experten. Denn die Belohnung von Schaurigkeit führt bei Kindern dazu, sich mit der Schreckensfigur zu identifizieren. «Das erklärt vieles, wenn nicht alles», so lauten die häufigsten Reaktionen auf die Studie, die in der ZZ-Bundespressekonferenz vorgestellt wurde.
Der Irrweg VW muss ein Ende haben
Mit dem Käfer über den Brenner nach Italien zu fahren, war das Abenteuer einer Generation, die sich dabei nichts dachte. Abgesehen von der belasteten Geschichte des Volkswagens war es falsch, den Menschen die Illusion von der privaten Mobilität zu geben, bei der jeder Gas gibt, als gäbe es kein Morgen, nur die Autobahn. Dieses Morgen ist nun angebrochen, ein Ende des Schreckens Volkswagen ist an der Zeit.
Olaf Scholz verspricht Ausstieg aus dem Wettbewerb
Das Prinzip der Wettbewerbsfähigkeit macht der heimischen Wirtschaft zunehmend zu schaffen. Darum gibt der Kanzler die Zusage, statt auf Wettbewerb künftig auf Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit zu setzen. «Wir werden den klugen und vernünftigen Weg finden, um aus der Wettbewerbsfalle gemeinsam herauszufinden», sagte er der ZZ.