Diese Website verwendet keine Cookies für Analyse, Tracking oder Marketing.
Das eingebettete YouTube-Video verwendet Cookies von Drittanbietern, diese laden wir nur mit Ihrer Zustimmung.
In seinem Nachruf auf Jürgen Habermas, den Großmeister des – darf man es so sagen? – philosophischen Sozialeskapismus, konföderiert uns der geschätzte Kollege Mathias Priebe mit einer derartigen Fülle von thanatorelevanten Epidemen, dass wir zunächst nur betroffen vor dem geschlossenen Vorhang stehen und schmerzhaft verspüren, welches ungeheure postsoziale Diskursvakuum uns von dort entgegenweht. Wir erfahren ungeschützt empirisch das Vergangensein jenes Ens Entissimum Magistrale, ohne uns in Kommunismen flüchten zu können. Ganz nackt stehen wir, jeder für sich, vor dem Absolutum, dem Finis Vitae, wahrscheinlich auch dem Finis Germaniae. Ja, dies alles ist zutiefst verstörend, emergent kontrakommunikativ und sicher auch hermandronaptisch subdiskursiv, außerdem natürlich hyperblümerant – aber müssen wir uns davon ondulieren lassen? Nein, das müssen wir nicht. Wir können uns mit gutem Gewissen re-erigieren lassen, und zwar von der Transphilosophie, die – gottlob! – einige Schnittstellen zum Paranormalen aufweist, und damit naturgemäß auch zu Habermas' Denken. Machen wir uns daher bewusst: Die unhintergehbare finale Dekonstruktion, die Kollege Priebe völlig zu Recht ins Spiel bringt, ist zwar bitter, aber sie ist immerhin kommunikabel. Auch und gerade bei Jürgen Habermas, den wir somit getrost und getröstet der Antimaterie überantworten können. Den Diskurs mit ihm – und sei es auch nur ein kryptoformer – müssen wir deswegen nicht abreißen lassen!
In einem Wahlkampf geht es um politische Unterschiede der Parteien und Kandidaten in politischen Sachfragen.
Wenn ein fast 10 Jahre altes Video, in dem ein Kandidat sich schwärmerisch über ein junges Mädchen äußert, ausgegraben wird und im Wahlkampf irgendeine Relevanz gewinnt, dann sind die, die solche Mittel benutzen, teuflische Schweine, und die, die sich auch nur eine Sekunde lang davon beeinflussen lassen, unmündige Vollidioten.
Matthias Priebe verabschiedet sich von St. Jürgen in dessen eigener Diktion:
Der Übergang des Subjekts Jürgen Habermas in den Zustand radikaler Apophasis – jener Schwebe, in der das kommunikative Handeln nicht mehr als performativer Akt, sondern als stumme, unhintergehbare Kontingenz des leiblichen Substrats erscheint – vollzieht sich am 14. März 2026 in Starnberg als jene finale Dekonstruktion, die die Theorie selbst immer schon antizipierte: Die Unhintergehbarkeit des Arguments trifft auf die absolute Hintergehbarkeit des Argumentierenden, wodurch die idealisierende Unterstellung einer fortwährenden Diskursgemeinschaft sich nunmehr als kontrafaktische, posthume Projektion erweist. Was hier nicht endet, ist die Geltungssphäre des kommunikativen Vernunftpotentials; was hier lediglich suspendiert wird, ist dessen empirisches Trägerindividuum, das sich in die Anonymität der Lebenswelt zurückzieht, aus der es einst hervorging – ein performativer Akt der Selbstaufhebung, der die prekäre Rationalität des Öffentlichen nicht negiert, sondern in ihrer radikalen Endlichkeit allererst freilegt, sodass die nachmetaphysische Reflexion fortan ohne personalen Signifikanten, doch mit umso größerer normativer Dringlichkeit weitergeführt werden muss.
Ja, Uschis Atomschwenk ist zuviel für Angie, das packt sie nicht. Zick:innenkrieg! Ende einer wunderbaren Frauenfreunschaft! Die DEGETO dreht bestimmt bald eine triefende Femi-Politschnulze drüber.
„Let’s face it!“ sagte die für die Spritzpreise verantwortliche Wirtschaftlerin der vereinten Freierschaft beim Spritzpreisgipfel der Regierigen:innen. Die Ölaugen nahmen sie freilich beim Wort und luden ordentlich ab. Als wichtigstes Ergebnis wird jetzt nur noch einmal täglich abgezapft.
Mir gefällt am besten: "2001 – Diskurs im Weltraum"
Das klingt so herrlich bescheuert. Linke Astronauten sitzen im Raumschiff und diskutieren endlos über die beste aller Welten ... Habermao wäre begeistert :-)
Seite 1
Spenden Sie, soviel Sie wollen ohne Gegenleistung.
oder per Überweisung an Bernd Zeller
DE59820400000266931500 BIC: COBADEFFXXX
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
26. Juni 2024
Filmpreis für Merkelrolle
Die legendäre Merkelrolle, ein Film aus den Aufnahmen, die von den Jugendlichen selbst gemacht wurden, erhält die «Claudia», die höchste und begehrteste Auszeichnung, die das Kulturministerium zu bieten hat. Damit ist ein Zeichen gesetzt, das nicht näher erklärt zu werden braucht. Claudia Roth ließ es sich indes nicht nehmen, es dennoch zu tun in ihrer Laudatio, die sie zu Ehren hielt.
Einigung im Haushaltsstreit: Ampel beruft Sonderbeauftragten für die Feststellung von Notlagen
Die Einrichtung und Berufung des Beauftragten für Notlagenfeststellung soll noch ein letztes Mal von normalen Schulden finanziert werden, für alles Weitere sorgen die Sonderschulden, die durch die Aussetzung der Schuldenbremse entstehen aufgrund der Notlagen, die von dieser Stelle unabhängig ermittelt werden. «Damit können wir leben und ein solides Ergebnis präsentieren», sagte Christian Lindner der ZZ.
Satiriker arbeiten an Witz mit Winkelmesserverbotszone
«Das ist lustig», heißt es aus der Redaktion gegenüber der ZZ. Der Witz mit Winkelmesserverbotszone ist eine Satire auf die Hysterie wegen vermeintlicher Besteckkriminalität, die es schon immer gegeben hat, aber die Leute sind inzwischen älter geworden und damit angstkonservativer. «Wir haben keine Konkurrenz, wegen der wir uns beeilen müssten», begründen die Redakteure ihr Vorgehen ohne Eile.
Deutsche fallen auf den schlechtesten Wert seit sieben Jahren in der Bewertung der Grünen Partei
Wenn man diesen Zahlen glaubt, entwickelt sich die Demokratie rückwärts. Dem Fortschritt würden nur noch zwölf Prozent zustimmen. Das ist ein Armutszeugnis für die Befragten, die sich für repräsentativer halten, als sie sein können.
Worüber man keine Meinung zu haben braucht, darüber muss man nicht berichten
Es wäre eine Illusion anzunehmen, es gäbe eine meinungsfreie Berichterstattung. Was es gibt, ist Meinung vor dem Bekanntwerden der Fakten. Genau hier versuchen die Gesellschaftsspalter, die Axt auf den Stumpf der Demokratie zu legen. Darum ist ihnen in die Arme zu fallen, solange der Zusammenhalt noch nicht kippt.