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Multitasking? Die kann noch ganz andere Dinge. 28.10.26
Seite 1938
Dies hier ist Henriette Held, Chefin der Grünen Jugend und irgendwann bestimmt Kanzlerkandidatin – wenn die Annalena es konnte, kann es jede. Ein stilvolles junges Ding, und es gibt ja auch Warzenliebhaber. Davon abgesehen handelt es sich bei ihr um genau so einen debil grinsender Gelhaufen wie die Zellerschen Figuren. Der weiß schon, woher er seine Vorlagen hernimmt:
Frauen, die das alles gleichzeitig können, sind eine Erfindung von Kampf-Emanzen, also von interessierten Kreisen. Es wird behauptet, dass Frauen viel besser "Multitasking" könnten als Männer, und dieses Narrativ wird medial verbreitet. Mit Erfolg, denn die frauendominierten Medien dürsten nach Frauen, nach Frauenthemen und erst recht nach "Frauen sind besser"-Stoff. Ich fürchte, Sie sind auf dieses "Multitasking"-Narrativ reingefallen! Das ist nämlich schon seit Jahrzehnten in Umlauf!
Es gibt Frauen, die durchaus in der Lage sind rückwärts zu fahren, dabei rückwärts zu schauen, sich dabei zu schminken und gleichzeitig ein Handytelefonat zu führen (ohne Freisprechen).
Warum sie sich weigern, beim Rückwärtsfahren nach hinten zu schauen? Ich glaube, das kann ich Ihnen erklären. Erstens das Körperliche: Frauen verlieren leicht die Orientierung (sofern sie eine haben), wenn sie ihre Körperposition wechseln. Dann ist "vorne" plötzlich nicht mehr "vorne", sondern irgendwas anderes, und das verunsichert sie. Viele Frauen können z.B. nicht nach rechts schauen und gleichzeitig nach links blinken, weil das für sie ein Widerspruch ist. Und beim Rückwärtsfahren nach hinten schauen ist auch einer: Wieso nach hinten schauen, wenn vorne das ist, wo's hingeht, weil da ja schließlich die Windschutzscheibe ist, der Lenker und der gesamte Bedienkram? Zudem muss der Körper maximal verdreht werden, wenn man nach hinten guckt. Das beeinträchtigt massiv die Lage-Empfindung. Und nicht zuletzt: Man soll nach hinten gucken, aber zugleich die Pedale nach vorn (!) treten – ein eklatanter Körper-Widerspruch, der eine Frau völlig außer Betrieb setzen kann.
Das waren die körperlichen Aspekte, und hinzu kommen zweitens die psychischen, genauer gesagt die frauenpsychischen: Bei einer solchen Latte von körperlichen Zumutungen (s.o.) sinnt eine Frau natürlicherweise darauf, irgendwie drumrumzukommen. Es muss doch auch einen bequemeren Weg geben, sagt sie sich. Und siehe da: Die Spiegel! Es sind sage und schreibe drei Stück, und alle sind sie vorn – also da, wo's normalerweise hingeht. Kein Widerspruch mehr! Die Frau stellt erleichtert fest: Mit den Spiegeln geht Rückwärtsfahren auch, noch dazu viel bequemer – und dann macht Frau es immer so. Sie hat ohnehin ein inniges Verhältnis zu Spiegeln und sagt sich: Beim Schminken kriege ich's ja auch immer perfekt hin, da kriege ich alles punktgenau platziert, ohne jemals danebenzulangen – ALSO ist der Spiegel mein ideales Werkzeug zum Navigieren, und weil es mein ideales ist, MUSS ich es auch beim Rückwartsfahren benutzen, sonst wär‘s ja verantwortungslos.
So weit meine Erklärung für dieses Phänomen. Bei der frauenpsychologischen Herleitung "Schminken kann ich perfekt mit Spiegel, ALSO kann ich damit auch perfekt Rückwärtsfahren" habe ich ein wenig meine Phantasie spielen lassen, d.h. es ist (noch) nicht wissenschaftlich abgesichert. Aber für die ganzen körperlichen Argumente würde ich meine Hand ins Feuer legen, die stimmen ganz bestimmt.
Ja gut, aber welches Auto (manche sagen: Wagen) kauft die Studentin denn nun? Wie wärs mit einem Polo, ist doch ideal für Frauen, daher Frauenauto, oder ein Smart, da kommt man als Frau noch besser in die Parklücke. Übrigens ist mir schon oft aufgefallen, dass sich viele Frauen beim Rückwärtsfahren weigern, nach hinten zu schauen. Tun es einfach nicht, der Grund ist ganz unklar.
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