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"Mama, die Vanessa hat mir in der Schule 'nen Zopf angezündet!!"
"Ja und? Was willst du jetzt von mir hören? Ich hab dich gewarnt!"
"Guck doch mal, der is halber abgebrannt! Wäääääh ... die blöde Kuh! Das musst du der ihrer Mama sagen!"
"Ich denk nicht dran. Wir sind bei den Schulzes sowieso untendurch, weil du immer ..."
"Was denn?! Ich mach doch gar nix! Die Vanessa findet meine Kleider immer ganz toll, die kriegt ja nur Jeans, und mein Rüschen-Kleid wollt sie mir sogar abkaufen! Weil 's wär so feminin, hat sie ..."
"So was mögen die Schulzes aber nicht, und das weißt du genau. Wie hat die Vanessa eigentlich deine neuen Zöpfe gefunden?"
"Gaaaaanz toll!"
"Na toll. Und warum zündet sie dir dann wohl einen an, was meinst du?"
"Ich ... ich ... *schluchz* ... ich weiß auch nich ..."
"Doch, weißt du wohl. Zöpfe sind voll Nazi, genau wie feminine Kleider, und ..."
"Aber die Vanessa liiiiiebt meine Kleider, und die Zöpfe hat sie auch ..."
"Tja, dann muss da was dazwischengekommen sein, seit sie die Zöpfe zum ersten Mal gesehen hat. Ich tippe auf Frau Schulze."
"W-wieso? Was hat denn die damit zu ...?"
"Kind, du hast keine Ahnung! Ich sag dir jetzt mal was: Die Frau Schulze hat die Vanessa garantiert dazu angestiftet, dir den Zopf abzubrennen. Das ist nämlich ‘ne ganz miese linksgrüne Schlampe mit 'nem pathologischen Nazihass, und bei so was wie der braucht man sich echt nicht zu wundern, wenn sie die eigene Tochter dafür einspannt, noch dazu gegen ihre beste Freundin, und ... boah, ich hasse diese rote Drecksau, ich geh da jetzt augenblicklich hin und geig' der Schlampe so die Meinung, dass die Sojamilch im Kühlschrank stockt!!!"
"Papa, was ist Faschismus?"
"Das ist, wenn die AfD die Wahl gewinnt."
"Und was ist die AfD?"
"Das ist die, die Faschismus macht."
"Und wie macht man Faschismus?"
"Weiß ich nicht. Das wissen nur die Bösen."
"Kann ich auch Faschismus machen, Papa?"
"Nein, Ann-Sophie, du doch nicht! Du bist doch lieb!"
“Neiiiiin, ich bin gaaanz, gaaanz böse! Will auch Faschismus machen! Wäääääääääähh ..."
Helga hatte Angst. Morgen war Wahltag, und es sah ganz nach Faschismus aus. Sie hatte natürlich alles getan, um das vielleicht doch noch zu verhindern. Ihre insgesamt 24 Briefwahlbögen mit Stimmen für Grüne und SPD würden bestimmt einen wertvollen Beitrag leisten. Dennoch zitterte ihre Hand, als sie die Mangotee-Tasse absetze. Die Tasse kippte um und goß ihren Inhalt auf den weißen Natur-Flokati aus Bangladesch. Kein gutes Zeichen, dachte Helga. Senior-Dackel Flipsi röchelte auch schon verdächtig. Das Ganze sah nach einer verheerenden Katastrophe aus. Dies war die bittere Wahrheit; sie flutete Helga wie ein Tsunami.
Genau in diesem Augenblick platzte eine Arterie in Helgas Schädel und bewahrte sie vor allen weiteren Konsequenzen. Der Faschismus hatte ein Einsehen gehabt. Er war an ihr vorbeigegangen. Wenigstens diesmal.
Der Hühnerschreck hieß SR2, weil er von Simson und Rheinmetall = SR gebaut worden ist.
Wenn das kein Beweis für den Faschismus von Siegmund und kein Grund für das Verbot der AfD ist, was denn dann?
Nach der Auszählung sämtlicher Stimmen in Sachsen-Anhalt haben die CDU 32,4%, die Linke 16,3%, die SPD 11,8% und die Grünen 13,2% erhalten.
Die Opposition besteht aus der AfD mit 20,4%.
Das Ergebnis ist endgültig, Wähler können sich den Gang zur Wahlkabine sparen.
Städteexpreß „Fichtelberg“ 06.09.26
Seite 1914
+++++ Verdacht auf Käfighaltung: Gibt Kerkeling seine Goldene Henne zurück? +++++
"Die müssten mal an ihrer feinstofflichen Situation arbeiten", dachte Malte verwirrt, nachdem er irrtümlicherweise von der Antifa verprügelt wurde, weil sie ihn für einen Fascho gehalten hatte, da sie ihn in der örtlichen Fußgängerzone an einem AfD-Stand angetroffen hatte, an dem Malte freilich nur deshalb gestanden hatte, um die AfD-Leute hinterm Stand als Faschos zu beschimpfen.
„Ich hätte die jordanische Datteldiät doch nicht machen sollen“, dachte der schwarze Burka-Fladen, „schon vor 10 Minuten hat mich Achmed bestiegen, aber er ist einfach verschwunden“.
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
19. Mai 2023
Drohender Streik in Denkfabriken könnte Regierungsarbeit lahmlegen
Die Forderungen nach mehr Zuschüssen seien unrealistisch, sagt Bundesfinanzminister Lindner unter Berufung auf die Zahlen, die ihm die Denkfabriken vorgelegt haben. Kommt es zum Streik, wären Bundestag und Bundesregierung handlungsunfähig, so das Szenario, auf das die Verhandlungsführer der Denkfabriken setzen. «Unsere Beauftragten und Staatssekretäre machen eine tolle Arbeit, wir können lange durchhalten», sagt Ricarda Lang der ZZ. Es bleibt spannend.
Studie: Mehrheit meint, dass die Politik ihre Lektion aus den Umfragen gelernt hat
Denkzettelumfragen sind das Wutinstrument der kleinen Leute, aber auch kleine Leute muss eine Demokratie aushalten. «Die Gefahren, denen sich unsere wehrhafte Demokratie stellen muss, beginnen mit geschichtlichen Wendepunkten, die uns die Lehren für die Zukunft mitgeben», sagte Bundespräsident Steinmeier mit Blick auf die Risiken die ausgenutzt werden könnten, wenn zu viele kleine Leute sich gegenseitig aufschaukeln.
Alarmierend: Immer weniger Lehrer können Brandbriefe schreiben
Das Verfassen von Brandbriefen gehört eigentlich zu den Kernfähigkeiten von Lehrern. Eine Studie aber sorgt für Erschrecken: Immer weniger Lehrer sind dazu noch in der Lage. «Hier muss die Kompetenzvermittlung früher ansetzen», sagen die Bildungsminister den Zeitungen der ZZ-Mediengruppe.
Klimaschutz darf keine Familienangelegenheit sein
Was ist los in einer Gesellschaft, in der sich nur wenige Familien mit Klimaschutz befassen? Die Affäre um Staatssekretär Graichen wirft ein ungünstiges Licht darauf, wie es um dieses Thema bestellt ist. Diese Angelegenheit gehört auf jeden Abendbrotstisch, am besten anstelle des Abendbrotes. Das Klima darf nicht an einer Familie hängenbleiben, die die ganze Arbeit hat.
Olaf Scholz wundert sich, wieso er sich nicht an die Entführung von Karl Lauterbach erinnert
Dass der Kanzler nicht von Erinnerungslücken geplagt, sondern das Gegenteil von geplagt wird, ist allen bekannt, die es nicht vergessen haben. Wieso er aber an die Entführung von Karl Lauterbach nur bruchstückhafte Erinnerungen hat, kann er sich nur so erklären, dass er damit nicht weiter befasst gewesen war. «Die Befreiung von Karl Lauterbach aus den Händen der Entführenden war auf jeden Fall ein gutes Stück Rechtsstaatskultur», sagte er im ZZ-Podcast.