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Links oben und rechts unten, wenn das nicht den letzten Zweifler überzeugt. Die ZZ hat ein Zeichen gesetzt und endlich dem Thema Rassismus die Aufmerksamkeit gewidmet, die es aufgrund seiner überragenden Bedeutung als Argument im täglichen Aushandeln des Zusammenlebens verdient. Mehr noch, Rassismus ist wie der allesdurchdringende, vorrelativistische Äther, das Ruhende und Absolute schlechthin, das ideale Medium, trocken und warm, in dem diese Verhandlungen erst stattfinden können. Oder so ähnlich.
@Old white man: Dankeschön. Sie gehen aber auch auf andere ein, wie Ihr Brief an mich zeigt. So etwas freut mich wirklich. Aber: Ich erwarte es nicht. Mir ist die geradezu anarchische Regellosigkeit der ZZ-Leserbriefseite viel zu viel wert, als dass ich hier überhaupt irgendetwas erwarten würde. Ich bin ein Freund der wahren, echten #Vielfalt, und das heißt: Mir ist hier alles willkommen. Vom edelsten Nacht-Gedicht bis zum größten Quatsch, von der wertschätzenden Antwort bis zum autistischen Solo. Denn: Je mehr #Vielfalt hier herrscht, umso besser kann ich meine Fähigkeit trainieren, einfach nicht weiter zu lesen, wenn mich ein Beitrag nicht anspricht. Und das Beste daran: Es wird von Mal zu Mal leichter!
@ZZ-Freund: Haben Sie das Obige gelesen? Dann kennen Sie eigentlich schon meine Antwort auf Ihren letzten Beitrag. Ich stehe auf vollkommene Freiheit in Leserbriefseiten, also kann ich mit Regeln nichts anfangen. Beachten Sie aber: Auf mich kommt's nicht an! Sie dürfen hier Regeln formulieren, so viel Sie wollen! Das ist eben der Vorteil von echter #Vielfalt und #Buntheit. Jeder darf, aber niemand muss. Danken wir Herrn @Zeller, dass er solches ermöglicht, d.h. #Gedankenfreiheit gibt! Und zur Erholung können wir ja immer noch Leserbriefe auf ZEIT online schreiben. Dort schützt uns die #Nettiquette vor zu viel Freiheit, und der #Moderator entfernt alles, was unseren guten Ruf gefährden könnte. Deshalb mache ich es immer so: Wenn ich Lust auf Arbeit und Stress habe, schreibe ich auf ZZ, und wenn ich Urlaub brauche, schreibe ich auf ZEIT online. Damit fahre ich so gut, dass ich wage, es Ihnen zur Nachahmung zu empfehlen. (Übrigens: Auch das ist #Vielfalt, einfach so hin und her wechseln zu können!)
@Duschvorhang: Ja. Ihr Leserbrief ist menschlich zutiefst enttäuschend. Und zwar, wie Sie richtig sagen: menschlich ERNEUT zutiefst enttäuschend. Das gibt diesmal aber wirklich Strafpunkte! Ich frage mich ernsthaft: Ist Ihnen so was egal? Es klingt ganz danach! Mein wohlwollender Rat: Gehen Sie in sich. Bereuen Sie. Das sind Sie sowohl sich selbst als auch der #Community schuldig. Ich meine, wo kommen wir denn da hin, wenn Sie nicht ...?! So geht das einfach nicht! Ich sag's Ihnen zum allerletzten Mal: Wehren Sie den Anfänger*innen!
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
4. September 2026
Örtlicher Typ fragt sich, ob es Nachrichten gibt, die er nicht erfährt
Zwar hält er sich für gut informiert, weil der örtliche Typ Radio und Fernsehen sowie Zeitungen heranzieht. Dennoch befallen ihn Zweifel, ob es etwas geben könnte, was er nicht erfährt. «Gerade die Vielfalt der Medien ist es, was die Möglichkeit der Lücke aufkommen lässt», so befindet er im ZZ-Gespräch. Indes: «Viele Nachrichten werden es nicht sein, die nicht abgedeckt werden», schätzt er.
Didi Hallervorden bedauert, dass er nicht zwanzig Jahre älter ist, so dass er noch in der Weimarer Zeit Wahlkampfauftritte gegen die Nazi-Faschisten gemacht hätte
Comedy ist nichts als Timing, diese Regel beherzigen alle, die dazu die Gelegenheit haben. Didi Hallervordens mutige Auftritte wären in den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern des letzten Jahrhunderts effektvoller gewesen, so dass die Gefahr einer Geschichtswiederholung gebannt wäre. «Der Fluch der späten Geburt darf nicht als Ausrede gelten, jetzt untätig zu sein», erklärt der Kult-Nonstopnonsenser gegenüber der ZZ.
Den Denkzettel müssen die Wähler vor der Wahl kriegen
Denkzettelwahlen sind das gute Recht der Wähler, aber sie müssen begreifen lernen, dass der Denkzettel auf sie zurückwirkt. Darum ist es das Beste für alle, wenn den Wählern der Denkzettel schon vorab erteilt wird. Nur so können sie sich über die realen Folgen ihrer Entscheidung ein Bild machen. Warnungen und Mahnungen reichen eben schon nicht mehr.
Journalistische Herausforderung: Wie differenziert man, wenn 56 Prozent der Wähler keine zurückgebliebenen Abgehängten sind?
Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, diesen Auftakt macht die journalistische Sorgfaltspflicht beim Sichern der Qualität. Wer Haltung im Gepäck hat, muss Gesicht zeigen, und das in Richtungen, wo es wehtut. Die Gefahr kommt von da, wo sie lauert. Was das für die Stabilität der Gesellschaft bedeutet, liegt beim Bundespräsidenten, der zuverlässig die richtigen Worte aus dem Fundus greift.
MDR mit Rekord bei Einschaltquoten
Der MDR kann sich über Rekordquoten bei Einschaltenden freuen und tut es natürlich auch. Alle wollen noch mal MDR gucken oder hören, besonders die Sendungen aus Sachsen-Anhalt. «Die Abkürzung von SA für Sachsen-Anhalt dürfte absichtlich gewählt worden sein», sagt der Landesfunkhauschef gegenüber der ZZ.