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Der Schelm, der Schlechtes dabei denkt 09.04.19
Seite 748
Es war auch höchste Zeit, daß sich mal kritische Journalist*innen mit dieser maskulinen Gallierhorde auseinandersetzen! Eigentlich ein Unding, daß sowas noch als "harmloser" Spaß im Kinderzimmer herumliegt, gehört "Asterix" doch gleich neben Hermann Löns' "Wehrwolf" in den literarischen Giftschrank. Ein vorgestriger Stamm der sein Territorium in völkischer Geschlossenheit gegen fremde Eindringlinge verteidigt, das hätte auch den Nazis gefallen. Pfui! Und die römischen Migranten werden auch noch verspottet und durchweg als geistig minderbemittelt dargestellt: "Die spinnen, die Römer". Wer da nicht an die Häme im Netz denkt, die sich hierzulande über die Kultur und die bunten Gebräuche der Schutzsuchenden ergießt, der isst wahrscheinlich auch kein Fallafel. Doch für schweinefleischfressende Kraftmeier, die über vegetarische Ernährung spotten und am Ende jeder Folge eine wahre Cholesterinorgie feiern darf kein Platz im Bücherregal unserer Jüngsten sein. Und für eine ethnisch und sexuell komplett undiverse Truppe heteronormativer Machos, die ihr Dorf streng patriarchalisch nach dem Führerprinzip (!) regieren erst recht nicht. Frauen treten nur in Nebenrollen und dann in Form sexistischer Klischees auf, etwa die Frau des Methusalix mit ihrer übertrieben aufreizenden Figur. Da wundert es auch nicht mehr, daß der einzige regelmäßig auftretende Afro-Gallier eine rassistische Karikatur mit dicken Wulstlippen und Sprachfehler ist ("Ich hab' ein g'oßes Leck entdeckt!"), sowie seinen Lebensunterhalt ergaunert. Wahrhaftig kein Kinderbuch sondern ein übles Machwerk für die sitzen und stehen Gebliebenen, die nicht wahrhaben wollen, wem diese Welt gehört.
SWR: "Die baden-württembergische Landesregierung unter ihrem Ministerpräsidenten hält flächendeckende Euro-5-Fahrverbote in Stuttgart aufgrund neuer Prognosen nicht mehr für nötig. Führende Wissenschaftler stufen Fahrverbote derweil generell als wenig hilfreich ein."
Ätschi, lieber Ex-Dieselfahrenden!
Die Diesel-Kriese war nur ein PR-Gag von uns Grünen und eigentlich ein Konjunktur-Program für die Autoindustrie. Jetzt können wir's ja zugeben, nachdem ihr Diesel-Fahrer alle einen neuen Diesel gekauft habt.
Nee, Donnerstag is schon gegen Mieten.
Nimm den Mittwoch.
Und einen Tag brauchen wir noch für gegen Kapitalismus.
Und für den antifaschistischen Schutzwall.
UNESCO-Weltbildungsbericht 2019: "260 Millionen Kinder weltweit haben keinen Zugang zur Bildung, nicht einmal zur Grundschulbildung" +++ Gretl Eisberg: "Das kann so nicht weitergehen. Ich rufe alle Schülenden zum Schulstreik gegen Bildungsarmut jeden Donnerstag auf - aber nicht in den Ferien. Wir müssen die Regierenden dieser Welt an ihre Aufgaben erinnern. Dafür die Schule zu schwänzen ist unsere heilige Pflicht."
Nix da "Schulen", @Katrin Göring-Goebbels! Sondern:
GRÜNEN-Parteizentralen zu Mietwohnungen!!! DAS ist es, was nottut. PUBLICO hat knallhart recherchiert und berichtet schonungslos über zwei Fälle, wo ENTEIGNUNG dringend angesagt wäre. Und der zweite davon
"... betrifft die Grünen-Parteizentrale am Platz vor dem Neuen Tor 1 in Berlin. Es handelt sich hier zweifellos um ein klassisches Berliner Wohnhaus, das zu einer Parteizentrale zweckentfremdet wurde."
Das ist nicht schön, also: Enteignen!!! Und nun:
"Durch beide Enteignungen entstünde sogar – im Gegensatz zur Enteignung schon vorhandener Wohnungsbestände – neuer Wohnraum. Zwar immer noch weniger, als allein der grüne Baustadtrat von Kreuzberg-Friedrichshain Florian Schmidt bisher verhindert hat, und zwar allein durch die Weigerung, baureifen Projekten seine Genehmigung zu erteilen. Aber irgendwo muss man ja mit dem fairen Ausgleich anfangen und "einen Kompass, ein Fundament setzen" (R. Habeck)."
Sehr richtig. Und es geht munter weiter:
"Und mit dem Argument, dass sie ihr Grundstück für die Böllstiftung und außerdem ihre Parteizentrale brauchen, sollten sie gar nicht erst angewanzt kommen. Brauchen, brauchen – so klingt ja wohl die dümmste Ausrede, seit es Eigentümer gibt."
Exakt! Und daher:
"Die Partei kann und sollte Robert Habeck von seinen vier Grünenpfalzen aus leiten, die ihm zum gewöhnlichen Aufenthalt dienen, nämlich Anne Will, Maybrit Illner, Dunja Hayali und dem Morgenmagazin der ARD."
Logisch, was sonst. Aber es kommt noch besser:
"Sein Sidekick Annalena Baerbock muss sowieso nicht an einem festen Ort zwischengespeichert werden; sie lebt gut und gern im Diskursnetz."
Na wo denn sonst! Büroleiter zu Baerbock: "Soll ich dir ein Hotelzimmer buchen?" Baerbock: "Quatsch, ich leg mich wie immer ins Diskursnetz." Und Habeck sollte das auch machen, das spart Spendengeld.
PUBLICO abschließend:
"Die Maßnahme schüfe also nicht nur Wohnraum, sie trüge auch dazu bei, sinnlose Fahrten einzusparen, womöglich sogar Kurzstreckenflüge."
Schulen zu Mietwohnungen !!! +++ Wir fordern die Enteignung der Kommunen und die Umwandlung von Schulen zu Mietwohnungen. Damit begegnen wir dem Mietwucher der bösen Konzerne wie Daimler, BigMäc, Samsung, und Co. Schulen brauchen wir sowieso nicht mehr, weil die Jugendlichen bald täglich demonstrieren werden. Themen für die Demo werden wir schon noch finden.
Ich begrüße es sehr, dass meine... äh unsere Jugend sich so engagiert für hohe Mieten äh engagiert und dafür die Schule schw... also fernbleibt. Politisches Engage äh dass man sich einsetzt, ist sehr wichtig und hilfreich.
Wer ist eigentlich diese Angela Dorothea Müller?
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
13. März 2026
Örtlicher CDU-Politiker fürchtet, vom Kulturbetrieb ausgegrenzt zu werden
Die CDU hat sich immer die Kultur auf die Fahnen geschrieben, unabhängig davon, wie stark sie gerade wehen. Doch die Affären um den Kulturstaatsminister reißen nicht ab, so dass die Bekundungen des Misstrauens in der örtlichen CDU ankommen. «Wenn wir plötzlich angesehen werden, als ob wir für Streichungen und Kürzungen stehen in Bereichen, wo das Geld schon eingeplant war, könnte das bei den Kultureinrichtungen dazu führen, uns pauschal über einen Kamm zu scheren», sagt der stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes im ZZ-Gespräch. «Wir hoffen daher inständig, dass Wolfram Weimer wieder den gesellschaftlichen Kurs hält», so seine Hoffnung.
Durch die längeren Legislaturperioden gibt es weniger Stammwähler
Die Verlängerung der Wahlperioden sollte die Arbeit der Abgeordneten von zu häufigen Wahlkämpfen entlasten. Dies erweist sich nun als strategischer Fehler, der irreversibel ist. Wenn Wähler den gewohnten Parteien in sprichwörtlichen Scharen davonlaufen, dann meistens, weil die selteneren Wahlen eine Wählerbindung erschweren. Eine Stammwählerschaft kommt gar nicht mehr zustande, dadurch sinkt die Hemmschwelle, etwas anderes zu wählen, auch weil man vergessen hat, was man beim letzten Mal gewählt hat und beinah traditionell wieder wählen würde. Der Demokratie ist damit kein Dienst getan.
Österreichisches Modell übernommen: CO2-Steuer auf Benzin wird nur noch einmal pro Tag erhöht
Wenn es teurer wird, wie man es wollte, steigen die Preise, aber irgendwelche Nebeneffekte gibt es immer. «Die Kohlendioxidsteuer wird nur noch im Tagesrhythmus nach oben angepasst, das macht es für die Tankende berechenbar», begründet Ministerin Reiche den Schritt, der die Wogen glättet.
Berliner Senat empfiehlt, keine Vorräte anzulegen, um im Ernstfall nicht zu Plünderungen zu verleiten
Vorbereitungen für Totalernstfälle zu treffen, galt lange als Erkennungsmerkmal der Szene, die sich darauf vorbereitet. Nachdem die Weltlage nachgezogen hat, wird diese Art der Vorsorgemaßnahmen wieder breit diskutiert. «Keine gute Idee», befindet der Senat mit Verweis auf die Verleitung zum Mitmenschendiebstahl, die in Berlin unter Strafe steht. «Auf jeden Fall ist es besser, keine Anzeige zu erstatten, um nicht in den entsprechenden Verdacht zu geraten», so die Justizsenatorin auf Anfrage der ZZ.
Proteste gegen Einsparungen erfolgreich: Zusammenlegung der Meldestellen Grünenfeindlichkeit mit Meldestellen Antisozialdemokratismus abgewendet
Angesichts der wachsenden Feindlichkeiten gegen alles, was grün oder sozialdemokratisch ist, hätte eine Zusammenlegung der Meldestellen nicht nur das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt gesetzt, sondern dem Kampf für die Demokratie von Grünen und SPD einen schweren Dämpfer versetzt. «Den anscheinend erweckten Eindruck, wir würden diesen Kampf nicht gemeinsam führen, hat es nie gegeben», sagte Friedrich Merz bei Jörg Pilawa.