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Wir sind das Volk, das sich so was gefallen lässt
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Deutschlantis<br>Und hinterher will es wieder niemand gewesen sein.
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zu Seite 1914 


          Seite 3578          

Poeta nocturnus
08.09.20
Seite 975

 

Gewaltenteilung (V).

Er schrieb Gewaltenteilmeldungen
so flott wie Ärzte Heilmeldungen.
Doch ach: Wenn die Gewalt verweilte,
ihm's mit der Meldung gar nicht eilte.

 

Kulturgruppe der Chemiearbeiter
08.09.20
Seite 975

 

Gewaltenteilung (IV).

Nattern sind ein gut's Getier
schau, die 3 die brat' ich dir.
Ham's ihr' Schuldigkeit getan
landen sie bei und im Darm.
Des Zuchterfolg Garanten:
Volk aus vielen Denunzianten.

 

Kulturgruppe der Chemiearbeiter
08.09.20
Seite 975

 

Wegen meines Geschlechts
erfolgt 'ne gewalt'ge Teilung in links und rechts
der labia minora *ächts*
das wär' auch im Sinne Brechts
auch wenn er's tat und ich nur lechtz'

 

Poeta nocturnus
08.09.20
Seite 975

 

Gewaltenteilung (III).

Sag an, Gewalt: Warum enteilen?
Weshalb nicht gut und gern verweilen? –
Mein Freund, ich muß vor Merkeln flüchten!
Ich mag nicht länger Nattern züchten!

 

+++Eilmeldung+++
08.09.20
Seite 975

 

Berlin. Frank-Walter-Steinmeier weiht das Ehrenmal des unbekannten Corona-Toten feierlich ein.

 

Poeta nocturnus
08.09.20
Seite 975

 

Gewaltenteilung (II).

Gar oft führt der Gewalt Enteilung
zu eines prächt'gen Staates Teilung.
Erst wenn sie wieder eingefangen,
kann er zur Macht zurückgelangen.

 

Risiko
08.09.20
Seite 975

 

Werter Herr Poeta, ihr Gedicht, so oder so, ist eine verstörende Steilvorlage gegen das zivilgesellschaftliche Staatsmilieu. Im Übrigen finde ich das Gedicht mit „Merkel“ klangvoller (Sie fanden es ja offenbar auch), aber ohne „Merkel“ ist es zeitlos und könnte daher auch in 100 Jahren noch ohne weiteres rezitiert werden.

 

alnitak0123
08.09.20
Seite 975

 

Negative Gefühle: Nicht so distinguished!

Ach, nun ja, es sollte doch nicht so schwierig sein, mittels einer kleinen Handreichung aus den Worten des dicken Vorsitzenden Sigmar, mit wenigen, kaum sinnentstellenden Kürzungen und der Invertierung eines Lokaladverbs: . . .

--->
„Was wir auch tun müssen, ist dafür sorgen, dass Klarheit ist: Kein Millimeter diesem rechtsradikalen Mob. Bei uns zuhause würde man sagen, das ist Pack, das sich hier rumgetrieben hat. Das ist der Ausdruck, der bei uns jedenfalls gewählt würde. Er ist vielleicht nicht so distinguished, wie wir sonst in der Politik reden, aber ich glaube, darum geht’s. Das sind Leute, die haben mit Deutschland nichts zu tun. Das ist nicht das Deutschland, das wir in diesem Land haben wollen. Die halten sich ja für die Vertreter des wahren Deutschland. In Wahrheit sind es die undeutschesten Typen, die ich mir vorstellen kann. Für die gibt’s nur eine Antwort: Polizei, Staatsanwaltschaft und nach Möglichkeit für jeden, den wir da erwischen, auch Gefängnis. Und ich finde, wir dürfen auch in unserem Freundeskreis und Bekanntenkreis, im Betrieb, im Sportverein nicht irgendwie wegschauen, wenn solche Typen da rumrennen. Die sind ja am Sonntagabend nicht mehr hier, weil sie am Montag irgendwo arbeiten oder am Wochenende irgendwo Sport machen wollen. Und ich finde, auch da muss man ihnen sagen: Du gehörst nicht zu uns. Wer hierher kommt und hier Parolen brüllt, Brandsätze schmeißt, Steine schmeißt, im Internet dazu auffordert, Leute umzubringen oder körperlich zu verletzen, diejenigen haben nur eine einzige Antwort, und zwar von jedem von uns verdient. Ihr gehört nicht zu uns. Euch wollen wir hier nicht, und wo wir euch kriegen, werden wir euch bestrafen und hinter Gitter bringen. Das ist das Einzige, die einzige Antwort, die diese Leute verdienen.“ <---
https://www.diss-duisburg.de/2015/11/das-ist-pack-das-sich-hier-rumgetrieben-hat/

. . . aus der unangemessenen Artikulation "negativer Gefühle" eine 'Lautgebung' ministrabler Weisheit zu machen, oder?
Auch und insbesondere in Hinsicht auf angekündigte Konsequenzen!

 

Aufkleber wieder erhältlich
08.09.20
Seite 975

 

Hiebe für alle, Spaß für niemand. (Stalin)

 

Dieter D. D. Müller
08.09.20
Seite 975

 

"Man sollte Bernd Zeller allmählich den Unvergleichlichen nennen", hinkt Michael Klonovsky der ZZ-Leserschaft hinterher, siehe "Acta diurna" vom 7. September.

Schnellmerker. So was Albernes. Hier hat noch nie einer Bernd Zeller mit jemand anderem verglichen. Auf so ne blöde Idee muss man auch erstmal kommen, aber echt jetzt.

 

          Seite 3578          




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Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
4. September 2026

Örtlicher Typ fragt sich, ob es Nachrichten gibt, die er nicht erfährt
Zwar hält er sich für gut informiert, weil der örtliche Typ Radio und Fernsehen sowie Zeitungen heranzieht. Dennoch befallen ihn Zweifel, ob es etwas geben könnte, was er nicht erfährt. «Gerade die Vielfalt der Medien ist es, was die Möglichkeit der Lücke aufkommen lässt», so befindet er im ZZ-Gespräch. Indes: «Viele Nachrichten werden es nicht sein, die nicht abgedeckt werden», schätzt er.

Didi Hallervorden bedauert, dass er nicht zwanzig Jahre älter ist, so dass er noch in der Weimarer Zeit Wahlkampfauftritte gegen die Nazi-Faschisten gemacht hätte
Comedy ist nichts als Timing, diese Regel beherzigen alle, die dazu die Gelegenheit haben. Didi Hallervordens mutige Auftritte wären in den späten Zwanzigern und frühen Dreißigern des letzten Jahrhunderts effektvoller gewesen, so dass die Gefahr einer Geschichtswiederholung gebannt wäre. «Der Fluch der späten Geburt darf nicht als Ausrede gelten, jetzt untätig zu sein», erklärt der Kult-Nonstopnonsenser gegenüber der ZZ.

Den Denkzettel müssen die Wähler vor der Wahl kriegen
Denkzettelwahlen sind das gute Recht der Wähler, aber sie müssen begreifen lernen, dass der Denkzettel auf sie zurückwirkt. Darum ist es das Beste für alle, wenn den Wählern der Denkzettel schon vorab erteilt wird. Nur so können sie sich über die realen Folgen ihrer Entscheidung ein Bild machen. Warnungen und Mahnungen reichen eben schon nicht mehr.

Journalistische Herausforderung: Wie differenziert man, wenn 56 Prozent der Wähler keine zurückgebliebenen Abgehängten sind?
Man darf nicht alle über einen Kamm scheren, diesen Auftakt macht die journalistische Sorgfaltspflicht beim Sichern der Qualität. Wer Haltung im Gepäck hat, muss Gesicht zeigen, und das in Richtungen, wo es wehtut. Die Gefahr kommt von da, wo sie lauert. Was das für die Stabilität der Gesellschaft bedeutet, liegt beim Bundespräsidenten, der zuverlässig die richtigen Worte aus dem Fundus greift.

MDR mit Rekord bei Einschaltquoten
Der MDR kann sich über Rekordquoten bei Einschaltenden freuen und tut es natürlich auch. Alle wollen noch mal MDR gucken oder hören, besonders die Sendungen aus Sachsen-Anhalt. «Die Abkürzung von SA für Sachsen-Anhalt dürfte absichtlich gewählt worden sein», sagt der Landesfunkhauschef gegenüber der ZZ.

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