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Auch unsere Brandmauer-Demokratie wird einmal sterben. So schön und überlegen sie ist, wird sie eines Tages doch weichen müssen, nämlich einer bescheideneren Demokratieform. Diese wird keine Brandmauer mehr besitzen, und sie wird deshalb auch nicht mehr Unsere sein können – zumindest nicht in dem exklusiven Sinn, der Unsere Brandmauer-Demokratie so wunderbar und einmalig gemacht hat. Vielleicht, liebe Brüder und Schwestern, wird in der neuen Demokratie das "Unsere" wiederkehren und dann für alle Menschen gelten – was Gott verhindern möge, aber die Wege des Herrn sind unerforschlich. Ja, wir müssen dieser möglichen Heimsuchung ins Auge blicken und uns darauf vorbereiten: Eine Demokratie, die tatsächlich allen Menschen gehört! Eine Demokratie, die alle Menschen "Unsere" nennen, und zwar zu Recht! Das, liebe Brüder und Schwestern, wäre schwer zu tragen. Es wäre wahrhaftig eine Atlas-Last auf unseren Schultern, die manchen von uns überfordern könnte. Aber seien wir nicht larmoyant: Gott will uns als tapfere Träger und Erträger der Schicksale, die ER uns aufbürdet. Verzaget nicht, und gehet dahin in Frieden! Amen.
Die Argentinier haben laut Presse destruktiv gespielt, und mir ist gerade wieder eingefallen, wann sie das schon mal gemacht haben: Im WM-Finale 2014 gegen Deutschland. Da haben sie nach allem getreten, was sich bewegt (nur der Ball war nicht dabei), und Schweinsteiger hat hinterher ausgesehen, als könnte man ihn für den Organhandel freigeben. Eine weitere Gemeinsamkeit 2014 und 2026: Das einzige Tor fiel in der zweiten Hälfte der Verlängerung, kurz vor Schluss. Interessant! Heißt das, der argentinische Grätschenfußball verhindert zwar gegnerische Tore en masse, aber spätestens in der 115. Minute ist er dann doch fällig? Außerdem frage ich mich: Spielen die Argentinier womöglich immer so? Also nicht nur in WM-Finales wie 2014 und 2026? Den Verdacht hab ich ja schon, muss ich sagen.
Super Idee, Schatzi. Ich weiß zwar echt nicht, was ich in Afghanistan, soll, aber was hast du denn für eine Körbchengröße? Schick mir ein aussagekräftiges Foto mit, dann schauen wir mal. Und ändere dene Chiffre, "Potsdam" war 2023, nicht 2018.
Afghanin, 28, sehr attraktiv, keine Kinder, möchte nach großer politischer Enttäuschung remigrieren. Welcher deutsche Mann migriert mit mir? Antworten bitte unter Chiffre "Potsdam_2018" an die ZZ
Verstehe: Doppelmoral ist doppelt so viel wie Moral. Aber Moral ist nicht doppelt so viel wie keine Moral, sondern das Gegenteil davon. Seltsam! Was ist denn das für eine Skala? Ist die logarithmisch? Muss wohl so sein!
Die Online-Satirezeitung powered by Bernd Zeller
20. Juli 2026
Nach Kritik
Jens Spahn: Wir haben abgetrieben
Um den Hinauswurf rückgängig zu machen, zieht Jens Spahn die Konsequenzen aus der Leihmutter-Affäre. «Wir haben sehr mit uns gerungen, aber die Unionsbasis hat ein Recht, in die modernen Zeiten mitgenommen zu werden», so seine Begründung. Beim Kabinettumbau soll er berücksichtigt werden.
Nina Hagen rechnet mit den Außerirdischen der Neunziger ab
Die Zeiten von früher waren keineswegs so harmlos unterhaltsam, wie diejenigen glauben, die sich daran zu erinnern meinen. Nina Hagen bricht ihr Schweigen und berichtet in einer Dokumentation, wie sexistisch und heteronormativ die Aliens auftraten. «Die UFOs waren viel krasser, als es die unscharfen Aufnahmen vermuten lassen», deutet sie gegenüber der ZZ an. Alles zu erfahren gibt es im Kino.
Reportage: Dunja Hayali geht nachts durch Berlin und erlebt ständige Angst, in Hundehaufen zu treten
Wie sicher ist es in Berlin? Nicht sehr, wie ZDF-Urgestein Dunja Hayali in ihrer Reportage leider feststellen muss. «Die Angst, in Hundehaufen zu treten, läuft mit», so ihr bitteres Resümee. Davon lässt sie sich aber nicht einschüchtern und gibt allen, die durch Berlin gehen, den Tipp, vorsichtig zu sein und Ersatzschuhe mitzuführen.
Ab diesem Sommer: Parteistände müssen Wahlkampfbroschüren zurücknehmen
Wohin mit den – gelesenen oder ungelesenen – Broschüren und Zetteln vom Wahlkampfstand? Diese Frage erübrigt sich ab den jetzigen Wahlkämpfen, denn die Parteistände sind zur Rücknahme verpflichtet. Aber Obacht: Nur die von derselben Partei müssen zurückgenommen werden, auch von anderen Parteiständen. «Ein wichtiges Signal für die Entlastung, wie sie von der EU eben auch kommt», sagt die Funke-Mediengruppe gegenüber der ZZ.
Die Krise des Vertrauens in die Demokratie darf nicht zu einer Krise der Demokratie hochstilisiert werden
Wenn die Menschen, die sonst keinen Einblick in das Funktionieren der Demokratie haben, mal etwas aus dem Politikbetrieb mitkriegen, dann handelt es sich meist um Begleiterscheinungen, die normale Menschen nicht für repräsentativ halten würden. Genau das wird aber ausgenutzt von denen, die ihr falsches Süppchen kochen wollen.