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Metaphysik? Aber die ist doch längst tot! Abserviert von Nietzsche, und der hat's gründlich gemacht. Meine Gesamtausgabe zeugt von atemlos durchrasten Lektüre-Nächten, die meinen Abschied von der Metaphysik begründeten und zementierten, denn Nietzsche war einfach stärker als die Metahysik. Gut, Heidegger hat dann auch noch ... aber nein, ich sollte besser Habermas erwähnen, dessen Werk im Grunde reine Metaphysik war, also reaktionär im besten Sinne des Wortes. Mit Habermas erlebte die Metaphysik eine nicht mehr für möglich gehaltene Renaissance, die auch den Staatsapparat affizierte bzw. infizierte. Ja, genau, ich muss Habermas' Lehre miteinbeziehen, wenn ich Ihren metaphysischen Einspruch adäquat beantworten will! Na ja, ich müsste ... aber mir kommt gerade ein anderer Ansatz in den Sinn, und zwar ein sehr bodenständiger, biologischer: Das Biberhirn, genauer gesagt sein Arbeitsprozessor, fasst maximal drei Bit. Heißt, er kann nur drei Informationen gleichzeitig drinbehalten und (hoffentlich auch) verarbeiten. So, und jetzt zu meinem Punkt: Wenn der Biber einen Verdacht in Handlung transformiert hat und infolgedessen am Rennen ist, braucht er seine drei Bit Kapazität dringendST (!) für die Verarbeitung der renn-bedingten Umweltreize, die nur so auf ihn einprasseln. Das wiederum würde bedeuten: In seinem Hirn ist kein Platz mehr für sonstwas – und am allerwenigsten wohl für einen Ex-Verdacht. Ich frage daher aus rein biologischer Perspektive: Wie könnte der Biber seinen Ex-Verdacht weiterhin mitführen, wenn im Hirn gar kein Platz dafür ist? Ich hoffe, Sie bezichtigen mich nicht pauschal des Biologismus, wenn ich so frage. Ich bin durchaus bereit und willens, auch metaphysische Aspekte zuzulassen und zu erwägen. Etwa so: WIE LANGE kann ein Biber den Ex-Verdacht bei sich behalten? Wo liegen die Grenzwerte zwischen Metaphysik und blanker Hirnphysiologie? Sie sehen, es liefe auf eine eher nüchterne Grenzwertdebatte hinaus, aber die könnte durchaus spannend sein.
Der McRib ist dem Moslem nicht zumutbar. Dies gab McDonalds nicht bekannt, sondern nahm den McRib von der Karte. Experten sehen in dem Schritt ein klares Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft und zur unternehmerischen Autarkie. Die Würde des Menschen sei nicht angetastet.
Sehr geehrter Biberberater,
ich teile einiger ihrer Auffassungen, andere eher weniger.
Sie sagten, ein entstehender Biberverdacht würde unmittelbar in Biberhandlung münden, also transformiert werden. Im Kern bin ich damit einverstanden, aber nicht mit ihrer Schlussfolgerung, dass der Biberverdacht nunmehr durch Transformation sich aufgelöst hätte, nicht mehr existiere, weder physikalisch, noch geistig, noch seelisch. Mein Herr! Ich protestiere aufs Schärfste gegen diesen Verstoß gegen die ehernen Gesetze der Metaphysik. Denn selbstverständlich ist der Biberverdacht (bzw. die Biberverdächte, aber das führt jetzt zu weit) untrennbarer Teil der Biberhandlung - es ist ja gerade der Biberverdacht, der via Biberhandlung den fliehenden Biber auf Trab hält! Daraus folgt, dass der Biberverdacht im Gegensatz zu ihrer Behauptung sehr wohl
a) Den Raum erreichen kann und
b) im nunmehr zur Gänze erreichten Raum stehen kann, quasi huckepack auf der Biberhandlung.
Biber schöpfen extrem schnell Verdachte, weil sie's zum Überleben brauchen. Da hinten knackt was? Schon verdächtigen sie den Baum, er würde gleich umfallen, und rennen los wie Usain Bolt. Das heißt: Der Verdacht wird unmittelbar in Handlung transformiert – wohlgemerkt jeder Verdacht –, und danach ist er eben transformiert, d.h. er existiert nicht mehr. Ein Biber-Verdacht kann deshalb auch niemals im Raum stehen, denn er käme gar nicht erst in den Raum hinein, weil er sich vorher schon längst in Handlung aufgelöst hat. Es versteht sich, dass der Biber aufgrund seiner biologischen Verdachts-Verarbeitung niemals auch nur in die Nähe von sog. quälenden Verdachten kommt, weil die viel mehr Zeit bräuchten, als der Biber jemals dafür erübrigen könnte. Da ist er einfach zu schnell getaktet.
Ganze Schulklassen bleiben im Unterricht
Schülern ist zu kalt, um für das Klima zu schwänzen
Unsere Beschulten geben sich immer weniger damit zufrieden, einfach so in der Stunde anwesend zu sein und zu warten, bis sie vorbei ist oder die Lehrkraft aufgibt, sie wollen zeigen, dass sie bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und die Gesellschaft in die Pflicht zu nehmen, wenn es darum geht, die großen Aufgaben im globalen Maßstab anzugehen. So gehört das Schulschwänzen, um für das Klima zu demonstrieren, mittlerweile zur Kernaussage des Gesichtzeigens. Doch im Moment geht das nicht, viele bringen ein ärztliches Attest, das sie aufgrund der Kälte vom Protestschwänzen befreit. Ersatzweise wird das Thema im Unterricht durchgenommen. «Am Wetter ist besonders schlimm, dass zum ersten Mal eine Partei im Bundestag sitzt, die den Klimaholocaust leugnet», sagt die Klassensprecherin der ZZ-Mediengruppe.
Merkel bei Unterzeichnung des Freundschaftsvertrages in Aachen: Wenn nach einem Brexit der Hundertjährige Krieg wieder aufflammt, stehen wir an der Seite Frankreichs
Mit deutlichen Worten hat sich die Kanzlerin klar positioniert. Die EU ist Kern des deutsch-französischen Freundschaftsprojektes, denn ohne Europa wäre an eine direkte Nachbarschaft beider Länder nicht zu denken. «Und deswegen sage ich, dass es nicht nur gemeinsames Ziel ist, sondern unser aller Anliegen, die angestoßenen Prozesse in dem Sinne voranzutreiben, dass wir auch in Zukunft sagen können, das haben wir mit gemeinsamer Kraftanstrengung geschafft», sagte sie in Aachen bei der Verleihung des Macron an Bundesaußenminister Heiko Maas, der als Saarländer wie kein Zweiter für die Zusammengehörigkeit von Kramp und Karrenbauer steht.
Dieter Nuhr ist froh, miterleben zu können, wie er keine Witze über den Islam mehr macht
Vor wenigen Jahren noch gehörten Witze über den Islam zum Standardrepertoire von Kabarettisten, Comedians und Karnevals-Büttenrednern, von Karikaturisten ganz zu schweigen. Doch inzwischen sind alle Witze gemacht. Außerdem ist das Publikum bunter, vielfältiger, toleranter und sensibler geworden und wünscht keine ausgrenzenden Hetztiraden mehr, die nur den Dunkelfalschen nützen würden. «Dieter Nuhr respektiert die religiösen Gefühle der Gebührenzahler, die sich nicht auf Kosten einer Minderheit amüsieren wollen und auch für deren Meinungsfreiheit eintreten», sagte der zuständige Programmredakteur im ZZ-Gespräch.
Gelsenkirchener Willkommensbahnhof wird demoliererfreundlicher umgebaut
Demolierer können jetzt schon in der Eingangshalle mit Applaus und Plüschtierbewürfen empfangen werden, wie die Bahn gemeinsam mit der Gelsenkirchener Stadtverwaltung bekanntgab. «Das ist ein wichtiger Schritt zur Frühvermeidung von Eskalation, auch und gerade weil dann keine frustrierende Aufeinandertreffen mit Schalke-Fans zu befürchten sind», wie Huffocus erfuhr.
Peinlich: Obereinwohnendenmeistender von Hannover firmiert immer noch als Oberbürgermeister
Er selbst ist geschlechtsneutral und hat die durchgehende vergenderte Schreibung in Hannover durchgesetzt, doch wie es aussieht, macht er selbst noch einen auf Mann. Oberbürgermeister nennt er sich, als ob er nur für die Bürger, also die männlich verbürgten Einwohnenden, zuständig wäre. Jetzt könnte man natürlich sagen, die Stadt hat auch noch andere Probleme, etwa die Rättinnen- und Rattenplage, aber wenn das Stadtoberinnenhaupt Geschlechterinnengerechtigkeit anordnet, soll es doch bei sich selbst anfangen oder zumindest keine Ausnahme machen.