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Deutschlantis<br>Und hinterher will es wieder niemand gewesen sein.
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Und hinterher will es wieder niemand gewesen sein.


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zu Seite 630 


Seite 1          

Apotheken-Rundschau
26.10.26
Seite 1937

 

Es wäre alles voll in Butter,
wär' da nicht immer noch!! Frau Kutter,
die irre APO-Thekennutte
mit Großhirngröße Hagebutte.

Ich dacht', ich könnt' sie ignorieren!
Nein!! Eher könnt' ich sie verführen!
DAS muß man sich zergehen lassen
in linguam - und dann erblassen.

Dies Elend ist so ungeheuer,
daß – nein. Nicht weiter. Nicht schon wieder.
Kein Reim. Mein Arzt hat's mir verboten.
Da muß ich jetzt halt eben durch. Du Nutte!!!

 

Reformationstag / Allerheiligen
26.10.26
Seite 1937

 

Die historische Lehre aus dem 30jährigen Krieg ist, dass sich Stulpenstiefel, breitkrempige Schlapphüte und Radschlosspistolen nicht durchgesetzt haben.

 

Greetings from UK
26.10.26
Seite 1937

 

Der Hofbiberberater von König Charles III. von England grüßt alle Spaltenforisten der ZZ. Er ermutigt die Unwitzigen darunter, es doch einmal mit britischen Humor zu versuchen: "Der ist gar nicht schwer zu lernen. Ich erzähle Ihnen mal als Beispiel einen typisch britischen Pracht-Witz aus meiner Branche: Zwei Biber sitzen in Seenot auf einem Holzfloß. Sagt der eine: 'Ich spreche es nur ungern an, aber ich kriege Hunger ...' – ha-haaaa, sehen Sie? So einfach! That's the famous British humor! Und Sie können das auch!

Der Hofbiberberater lobt ferner die außergewöhnliche Biberfreundlichkeit der Foristen, spornt sie an, genau so weiterzumachen, und richtet ihnen die besten Grüße von König Charles III. aus.

 

ich bin nicht historisch,
26.10.26
Seite 1937

 

ich bin hysterisch.

 

...
26.10.26
Seite 1937

 

Unser neues historisches Wesen ist deshalb Nazi, und nur Nazi. Es gilt das "Gesetz der größten Schuld": Das Schlimmste, was du als Volk angerichtet hast, definiert dein historisches Wesen.

 

@Reformationstag
26.10.26
Seite 1937

 

Die Dreißigjährigen Zusammenstöße können nicht mehr geleugnet werden, dazu hallen sie schon zu lange nach. Aber sie als "zentralen Bestandteil unseres historischen Wesens" einzuordnen, das entspricht nicht mehr dem Stand der Wesensgeschichte. Unser historisches Wesen ist mit dem Dritten Reich und dem Zweiten Weltangriffskrieg völlig neu erstanden; seither hat es nichts mehr zu tun mit den Zeiten davor, schon gar nicht mit den Dreißigjährigen Zusammenstößen. An denen hatte unser historisches Wesen nur eine Teilschuld, aber an NS und WAK 2 hatte es die Totalschuld. Und da "Total" mehr ist als "Teil", hat es das ältere historische Wesen einfach überschrieben, manche sagen auch: ausgelöscht. Deswegen kommt ja im Geschichtsunterricht in der Schule nichts Älteres mehr vor: Weil es nicht mehr zu unserem historischen Wesen gehört.

 

Welt.de:
25.10.26
Seite 1937

 

„Ich will Sex, und sie redet plötzlich über den Steuerberater.“

Ein Fall für die SOS-Biberberater-Hotline.

 

Tea Time
25.10.26
Seite 1937

 

Neben den Folterkellerkammern für die Spaltenforisten sollen in Adi&Bernds Teehaus auch Darkrooms für den exotischen Ausklang mit Foristenspalten entstehen.

 

Frau Hoppenstedt
25.10.26
Seite 1937

 

Aber ich habe mein Jodeldiplom.
Da hab ich was Eigenes.

 

Ethikgremium
25.10.26
Seite 1936

 

Habe heute erfahren, dass es Ludologie gibt. Das ist aber nicht die Wissenschaft der Luden, sondern die Wissenschaft der Spiele. Es gibt dafür in Deutschland Professuren, nennen sich aber nicht Ludologie-Professuren, sondern z. B die Professur „Media & Game Studies“ an der TH Köln und die Professur „Game Studies & Digital Knowledge“ an der FH Dortmund usw.
Also Biberberater, Friedrich Merz und Ludologen, das ist Deutschlands Antwort auf China und den Rest der Welt, da sind wir gut aufgestellt. Allerdings gibt es in Deutschland noch keine Lehrstühle für Kameltreibung, geschweige denn Frauenförderung im Studienfach Kameltreibung, Ziel: Bachelor of Arts, optional dann anschließendes Masterstudium und Promotion. Eine schmerzliche Wissenschaftslücke.

 

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Fashion-Guerilla Achtung, das Messer kommt!
Modekonzerne erklären das Messer zum Must-have im Kleiderschrank. Das Besteckteil wird zum Symbol für modische Avantgarde. Vielleicht entspannt sich dann endlich auch unser Umgang damit.
Meine neue Lieblingszeitschrift ist ein Modemagazin und heißt "Grazia". Eigentlich hatte ich das Klatschheft gekauft, weil ich am Strand "Kopfyoga" machen wollte: keine politischen Themen – nur Fashion-Trends, Beautyprodukte und Neuigkeiten von Stars. Doch dann musste ich feststellen, dass es darin alles andere als unpolitisch zugeht.
Zwischen Anzeigen für teure Handtaschen und Uhren las ich Texte über Sexismus, geflüchtete Frauen und Klassenkampf und, unfassbar, über die Lust aufs Messern. Unter der Überschrift "Hot-Stories. 
Messerdebatte: Ist dieser Fashion-Trend etwa ein heikles Thema?" wird eine Grazia-Autorin persönlich. Ihre Eltern stammten aus dem Kosovo, erklärt Marigona Sulejmani, sie selbst trage kein Messer, aber sie finde es schön, und außerdem sei es ab jetzt wieder trendy. "Für mich gehört ein Messer in erster Linie zur Style-Religion."
Ich lerne: Nicht nur Modegiganten wie Gucci und Versace haben bereits gemusterte Klappmesser in ihren Kollektionen, auch deutsche Label führen die Schneidwerkzeuge als "Retro-Accessoire" für den Sommer 2019 ein. Etwas Recherche im Internet bestätigt den Trend. Die Zeitschrift "Glamour" bietet sogar
"Die Macht der Mode ist enorm", lese ich am Strand in der "Grazia". Politische Avantgarde im Fashionformat. Herrlich

Statistische Studie: Gefahr durch unbegleitete minderjährige Ex-Radprofis wird überschätzt
Der verwirrte Ex-Radprofi Jan U. (15) wird aus der Psychiatrie entlassen, und schon sorgt die Furore für Erhitzung der Gemüter. Dabei ist für eine durchschnittliche Frau das Risiko, als Escort-Dame von einem Ex-Radprofi beinahe erwürgt zu werden, fast schon unter Null. Aber für Hasskommentare eignet sich der Fall allemal, und das lassen sich die Dunkelfalschen nicht entgehen, die ihre Hände im Wasser auf die Mühlen waschen. «Dass ein ganzer Sport unter Generalverdacht gestellt wird, können wir so nicht dulden», sagt Rudolf Scharping im Gespräch mit ZZ-Sport.

Zeitungsleser wollen weniger Themen
Die meisten Themen, die so hochkochen, sind für die Nutzer der journalistischen Angebote gar nicht relevant. Diesem Fazit kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. «Vieles wiederholt sich, dann lässt das Interesse sowieso nach, das wird dann auf die politisch Verantwortlichen projiziert, und der Frust wird in den Kommentarspalten abgeladen, wo diese noch offen sind», erklärte Liz Mohn nach einem Gespräch mit Angela Merkel. Die Themenauswahl soll künftig noch mehr an der Relevanz ausgerichtet werden.

Peinlich für das Land: Niemand hat sich bei Sichtung einer Sternschnuppe mehr Solidarität und Gerechtigkeit gewünscht
Man muss ja nicht daran glauben und es ist ja sowieso Quatsch, man beleidigt auch niemanden, wenn man das nicht glaubt, dass man sich bei einer Sternschnuppe was wünschen kann, wie soll das gehen, außer dass man sich immer was wünschen kann, aber viele wissen das und wünschen sich heimlich trotzdem was, man kann ja nie wissen, und ja gut, im islamischen Staat darf man sich wahrscheinlich nichts wünschen bei Sternschnuppen, weil das gotteslästerlich wäre, aber wir sind hier verdammt noch mal nicht in diesem ver- oh jetzt wären wir beinah selbst rass-, rasend, ja, rasend vor Empörung, dass alle nur für sich selbst was wünschen.

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