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Des Kanzlers Biberpolitik,
so wie sie bisher war gestaltet,
versprach zwar höchstes Biberglück,
doch war sie dafür zu veraltet.
Als äußerst kontraproduktiv
erwies sich bald die Bibermauer:
Sie war Gut-Böse-selektiv
und stellte diese Pflicht auf Dauer.
Kein Biber wußte noch, wohin!
Denn "guter Biber - böser Biber",
dies Spiel kam keinem in den Sinn.
So wuselten sie wie im Fieber
von hier nach da und wieder z'rück,
ohn' Sinn und Plan und Herzenslenkung.
Sie liebten sich ja sonst am Stück,
sprich alle gleich, ohn' Hirnverrenkung!
DAS konnte länger gut nicht geh'n.
Sie kannten weder Gut noch Böse
und sahen doch die Mauer steh'n!
Da pfiffen sie aufs Merzgetöse
und bissen mit vereinter Kraft
die Mauer Stück für Stück hernieder.
Dann riefen sie, als dies geschafft:
Beim nächsten Mal, da mach' mer's wieder!
Wahre Sätze, die nicht mehr ausgesprochen werden müssen:
– Die SPD ist überflüssig.
– Die Reformen gibt es nicht.
– Die Brandmauer nützt der AfD.
– Merz schadet allen.
– Sozialismus wird nicht richtiger.
– Ein Windrad ist eines zuviel.
– Die CDU hat fertig.
– Ukraine ist Geldverbrennung.
– NGOs sind Avatare der Regierung.
– Der Islam gehört zu Arabien.
– Die schlimmsten Sozen sind die Fotzen.
– Deutschland wird von Osten her gerettet.
– Wüst verhindern heißt überleben.
– Die Antifa gehört in den Zoo.
– Bärbel Bas war nur ein Unfall, aber ein schwerer.
Es ist bemerkenswert, mit welcher Kühnheit Sie den Verdacht in den Plural setzen – was überhaupt nicht seine Bestimmung ist –, und dass Sie dabei ganz selbstverständlich die Pluralform "Verdachte" benutzen resp. erfinden, als wäre es völlig klar, dass genau die im Duden drinsteht und keine andere. Ich gestatte mir zu informieren: Es steht überhaupt keine Pluralform drin, denn der Verdacht ist singulär. Jeder einzelne. Er ist absolut inkommensurabel und somit auch nicht plurabel, i.e. pluralisierbar. Deswegen bleibt der Mensch mit seinem Verdacht so oft allein! Es sei denn, er hat einen sehr populären Verdacht, etwa "AfDler gleich Nazi", dann geht er auf in einer solidarischen Verdachtsgemeinschaft, die ihrerseits über jeden Verdacht erhaben ist. Nota bene: Diese Vielen haben nicht etwa viele "Verdachte", sondern nur einen – den einen eben, den sie brüderlich-sozialistisch teilen. Man sollte überhaupt mal untersuchen, ob solche Gruppen-"Verdachte" grundsätzlich links sind. Ist nur so ein Gefühl von mir.
Ansonsten habe ich Ihre Ontolgie des Verdachts mit Interesse gelesen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ein Verdacht die von Ihnen postulierte "sinnvolle Existenz" benötigen würde oder auch nur führen könnte. Vielleicht ist er ontologisch gesehen nur ein fader Wicht, unfähig, die Sinnfrage zu stellen, und unbewusst dahinvegetierend wie ein Schwanzlurch?
Aber was bleibt denn übrig von einem Verdacht ohne amtliche Bestätigung? Sie behaupten, er wäre dann lediglich freischwebend, aber was bedeutet das konkret? Wenn ich in der Bildersuche von Google den Begriff „Freischwebend" eingebe, erhalte ich keineswegs Bilder von freischwebenden Verdachten, sondern Bilder von Holzregalen, die freischwebend montiert sind, nämlich mit sogenannten Schweberegal-Halterungen. Das kann ja wohl kaum eine sinnvolle Existenz für Verdachte sein.
Die CDU-Wählerin ist glücklich, weil sie noch einen FM-Fanartikel ergattern konnte. Außerdem strahlt sie, weil steigende Preise Wachstum bedeuten.
Tatsächlich meinte ich eigentlich den Mittglatzenpuschel. Die Rechtschreibbrigade möge es verzeihen.
Sobald der Verdacht amtlich genehmigt ist, bekommt er Raum zugeteilt. Dann kann er sich da reinstellen. Aber die Genehmigung wird oft verweigert, und der Verdacht bleibt freischwebend.
Sie müssen das erweitert sehen 13.10.26
Seite 1931
Den Mitglatzenpuschel hat die Dame links im
Einkaufswagen (CDU-Wählerin, Unikat, eine der
letzten ihrer Sorte, exklusiv bei der ZZ).
Seite 1
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23. Juni 2025
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